Wegen Corona: Fitnessclubs verbieten schnelle Musik

Seoul (Südkorea) - Besucher von Fitnessclubs in der südkoreanischen Metropolregion Seoul müssen beim Gruppentraining vorerst auf das Lied "Gangnam Style" als Motivationshilfe verzichten.

Das Tempo eines Liedes zu Trainingseinheiten wie Aerobic und Indoor-Cycling darf 120 Beats pro Minute nicht übersteigen. (Symbolbild)
Das Tempo eines Liedes zu Trainingseinheiten wie Aerobic und Indoor-Cycling darf 120 Beats pro Minute nicht übersteigen. (Symbolbild)  © 123RF/gstockstudio

Der Welthit von 2012 des Rappers Psy fällt in die Kategorie zu temporeicher Stücke, die seit dieser Woche aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes bei bestimmten Trainingseinheiten nicht gespielt werden dürfen.

Dies sei eine der Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, "statt die Studios zu schließen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Das Tempo eines Liedes darf demnach 120 Beats pro Minute (bpm) nicht übersteigen.

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Betroffen sind alle Clubs in der Hauptstadt und die umliegende Region, die Fitnesstraining wie etwa Aerobic und Indoor-Cycling in Gruppen anbieten.

Nach Angaben der Behörden soll die Beschränkung auf unter 120 bpm das Risiko verringern, dass Viren übertragen werden, wenn sich etwa zu stark Schweißperlen verteilen.

Zu Gangnam Style wird erst einmal nicht mehr getanzt

"Dynamite" von BTS ist mit 114 bpm gerade noch im Rahmen

Rennen auf dem Laufband nur noch mit sechs km/h!

Eine weitere Regelung schreibt vor, das Tempo von Laufbändern auf sechs km/h zu drosseln. (Symbolbild)
Eine weitere Regelung schreibt vor, das Tempo von Laufbändern auf sechs km/h zu drosseln. (Symbolbild)  © 123rf/Grekov

Ganz auf K-Pop-Hits müssen die Besucher von Fitnessclubs aber nicht verzichten.

Südkoreanische Medien berichteten, dass Titel wie etwa "Butter" und "Dynamite" der bekannten Boygroup BTS sicher seien. Sie wiesen ein Tempo von 110 und 114 bpm auf.

Eine andere Regelung schreibt vor, das Tempo von Laufbändern auf sechs Kilometer pro Stunde zu drosseln.

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Vermutlich sei dies so gedacht, weil die Benutzer bei dieser langsamen Laufgeschwindigkeit noch Schutzmasken tragen könnten, sagte die Mitarbeiterin eines Hotel-Fitnessclubs in Seoul.

Bei einem Verstoß gegen die Regeln drohe Besuchern ein Bußgeld von 100.000 Won (74 Euro).

Titelfoto: 123RF/gstockstudio

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