Keine Touristen wegen Corona: Hungrige Affen überfallen Häuser

Denpasar - Wegen Corona bleiben auf Bali die Touristen aus - und damit auch das Fressen für Hunderte Affen im Sangeh Monkey Forest im Zentrum der beliebten indonesischen Insel.

Makaken fressen Bananen während der Fütterungszeit im Sangeh Monkey Forest. Am liebsten lassen sich die Tiere von Touristen füttern.
Makaken fressen Bananen während der Fütterungszeit im Sangeh Monkey Forest. Am liebsten lassen sich die Tiere von Touristen füttern.  © Firdia Lisnawati/AP/dpa

Immer häufiger würden hungrige Makaken deshalb Häuser in der Umgebung überfallen, um Futter zu finden, sagte Park-Manager Made Mohon am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Urlauber hätten zuvor regelmäßig große Mengen an Bananen und Erdnüssen an die zahmen Javaneraffen (auch Langschwanzmakaken genannt) verteilt.

Damit lockten sie die Primaten auch für Fotos an: Die Tiere posieren als Gegenleistung für einen Imbiss nur zu gerne auf den Schultern oder im Schoß der Gäste.

Influencerin (22) masturbiert vor Tausenden Fans: Nun droht ihr diese Strafe!
Kurioses Influencerin (22) masturbiert vor Tausenden Fans: Nun droht ihr diese Strafe!

"Die Parkmitarbeiter geben den Affen immer noch Bananen und Maniok, aber ganz offensichtlich wollen sie Snacks von Touristen", so Mohon.

Zwar seien die Affen auch in der Vergangenheit gelegentlich in Häuser eingedrungen, aber seit dem Beginn der Corona-Pandemie und der Schließung der Touristenattraktion hätten sich die "Einbrüche" gehäuft.

Mohon rief die Menschen zu Spenden auf: Es koste etwa 500.000 indonesische Rupien (30 Euro) täglich, um die 600 Makaken zu ernähren.

Made Mohon, Park-Manager des Sangeh Monkey Forest, füttert die Makaken mit gespendeten Erdnüssen.
Made Mohon, Park-Manager des Sangeh Monkey Forest, füttert die Makaken mit gespendeten Erdnüssen.  © Firdia Lisnawati/AP/dpa
Wegen Corona bleiben auf Bali die Touristen aus - und damit auch das Fressen für Hunderte Affen. Immer häufiger würden hungrige Makaken deshalb Häuser in der Umgebung überfallen.
Wegen Corona bleiben auf Bali die Touristen aus - und damit auch das Fressen für Hunderte Affen. Immer häufiger würden hungrige Makaken deshalb Häuser in der Umgebung überfallen.  © Firdia Lisnawati/AP/dpa

Affen vermissen die Urlauber

Auch appellierte er an die Behörden, zumindest eine begrenzte Zahl an Besuchern wieder in den 14 Hektar großen Wald zu lassen. "Wir befürchten, dass die Affen aggressiv werden, wenn sie für lange Zeit nicht mit Menschen interagieren." Aus Uluwatu ganz im Süden von Bali meldeten Anwohner ebenfalls Überfälle von Makaken auf Wohnhäuser.

Im weltgrößten Inselstaat Indonesien liegt der wichtige Tourismussektor wegen der Pandemie komplett am Boden. Zuletzt hatten vor allem die Hauptinsel Java und die weltbekannte Urlaubsinsel Bali wegen der Ausbreitung der Delta-Variante mit schweren Corona-Wellen zu kämpfen.

Der Lockdown wird erst langsam wieder gelockert.

Titelfoto: Montage: Firdia Lisnawati/AP/dpa (3)

Mehr zum Thema Kurioses: