Zuschauer entsetzt: Reporterin benutzt während News-Sendung das N-Wort

Bristol - Was hat sich BBC-Journalistin Fiona Lamdin nur dabei gedacht? Bei einer Nachrichtensendung im britischen Bristol nahm sie unvermittelt das N-Wort in den Mund.

Ein Fauxpas brachte der BBC-Reporterin jede Menge Kritik in den sozialen Medien ein.
Ein Fauxpas brachte der BBC-Reporterin jede Menge Kritik in den sozialen Medien ein.  © Screenshot BBC / Fiona Lamdin

Anlass war der Angriff auf einen schwarzen Mitarbeiter des Gesundheitswesens am 22. Juli in Southmead, Bristol.

Für ihren Bericht befragte Fiona Lamdin diverse Zeugen, welche die brutale Attacke beobachtet hatten, bevor die unbekannten Angreifer fliehen konnten.

Ironie des Schicksals: Die Reporterin zitierte während der Sendung lediglich verschiedene rassistische Aussagen der Täter. Und in einem Zitat verbarg sich eben auch das kritische N-Wort.

Statt jedoch die besagte Stelle neutral umzuformulieren, sprach Lamdin den Begriff direkt aus.

Auch die zuständigen Mitarbeiter in der Zentrale waren offenbar nicht ganz aufmerksam, denn sie hätten das N-Wort während der Nachproduktion des Beitrags entsprechend unkenntlich machen können.

Als die Zuschauer den Nachrichtenbericht von zu Hause aus sahen, gingen einige von ihnen zu Twitter, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Ein Nutzer schrieb: "Wie um alles in der Welt hält die BBC es für akzeptabel, eine Journalistin zu zeigen, die das N-Wort ausspricht?"

Ein Zweiter stimmte zu: "Egal, wie du es hinterher schneidest, Fiona Lamdin hätte das N-Wort nicht im Fernsehen sagen sollen. Sie musste es nicht aussprechen. Lamdin und die Geschäftsleitung von BBC News müssen jetzt Verantwortung übernehmen."

Eine Sprecherin von BBC sagte gegenüber Daily Star: "Dies war eine Geschichte über einen schockierenden, nicht provozierten Angriff auf einen jungen schwarzen Mann. Seine Familie erzählte dabei von der rassistischen Sprache der Angreifer und wollte die vollständigen Fakten veröffentlichen."

"Wir haben vor der Ausstrahlung nicht umsonst eine Inhaltswarnung herausgegeben", betonte die Sprecherin. "Wir können die Kritik jedoch verstehen und strahlen daher diese Version des Berichts nicht mehr aus. Die Geschichte rund um den brutalen Angriff werden wir jedoch weiterverfolgen."

Titelfoto: Screenshot BBC / Fiona Lamdin

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