Polizei zeigte Flagge: So feierten 1900 Menschen den CSD in Kiel

Von Christiane Bosch

Kiel - Laut, bunt und gut gelaunt haben Hunderte Menschen am Samstag in Kiel den Christopher Street Day gefeiert.

Ein mit Regenbogenfarben beklebter Streifenwagen der Kieler Polizei steht im Rahmen des CSD (Christopher Street Day) auf dem Rathausplatz.
Ein mit Regenbogenfarben beklebter Streifenwagen der Kieler Polizei steht im Rahmen des CSD (Christopher Street Day) auf dem Rathausplatz.  © Gregor Fischer/dpa

Unter dem Motto "Bedingungslos - Familie geht auch anders!" waren der Polizei zufolge rund 1900 Menschen durch die Kieler Innenstadt gelaufen und hatten für geschlechtliche und sexuelle Gleichberechtigung demonstriert.

"Alles war sehr friedlich und harmonisch", sagte Tim Jänke von der zentralen Ansprechstelle LSBTIQ* der Polizei Schleswig-Holstein.

Dabei hatten die Teilnehmer Musikboxen dabei, schwenkten Regenbogenfahnen und hielten Plakate etwa mit der Aufschrift "Wie kann man es hassen, dass Menschen sich lieben".

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Die Polizei fuhr mit einem Regenbogen-Streifenwagen mit. Zudem wehten an allen Fahnenmasten der Polizei in Kiel Regenbogen-Flaggen.

Auf eine Parade und Musikwagen und ein Straßenfest mussten die Veranstalter in diesem Jahr coronabedingt verzichten. Ursprünglich waren rund 800 Teilnehmer angemeldet.

Der CSD erinnert an die Rechte von Lesben, Schwulen und anderen sexuellen Minderheiten.

Der CSD findet in diesem Jahr nur als Demonstration statt. Das traditionelle Straßenfest ließen die Veranstalter Corona-bedingt ausfallen.
Der CSD findet in diesem Jahr nur als Demonstration statt. Das traditionelle Straßenfest ließen die Veranstalter Corona-bedingt ausfallen.  © Gregor Fischer/dpa

Am 28. Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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