Zoff auf TikTok: Influencerin macht deutliche Kampfansage

Frankfurt am Main/Köln - Die TikTok-Influencerin Miss Colleen Jordan aus Hessen ist dafür bekannt, dass sie mit Nachdruck für die Rechte der LGBTQ-Community eintritt, also für homosexuelle und bisexuelle Menschen sowie Personen mit Trans- oder Queer-Hintergrund. Am Freitag meldete sie sich diesbezüglich erneut vehement zu Wort.

TikTok-Influencerin Miss Colleen Jordan setzte sich erneut mit deutlichen Worten für die Rechte der LGBTQ-Community ein.
TikTok-Influencerin Miss Colleen Jordan setzte sich erneut mit deutlichen Worten für die Rechte der LGBTQ-Community ein.  © Screenshot/TikTok/misscolleenjordan

Ein kürzlich eingestelltes, öffentliches Video der TikTok-Nutzerin Finja (Nutzername: "finjamariekin") aus Köln hatte den Zorn von Colleen erregt.

In dem Clip befindet sich die Kölnerin offenbar in der Drogerie-Abteilung eines Geschäfts. "Kann mir das jemand erklären?", fragt sie in die Kamera ihres Smartphones. Danach zeigt sie nacheinander einen Lippenpflegestift und eine Gesichtscreme, beide Produkte sind im Regenbogen-Design gestaltet (der Regenbogen ist das Symbol der LGBTQ-Bewegung).

"Ich meine, ihr wollt, dass es normalisiert wird, und dann klatscht ihr den Regenbogen auf jeden Scheiß, ernsthaft?", sagt Finja weiter, wobei der Ton ihrer Stimme einen deutlich hörbaren genervten Klang hat.

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Miss Colleen Jordan griff die Bitte nach Erklärung in ihrem TikTok-Video auf.

"Ok, Sis, du hast jetzt in einem Riesenladen mal zwei Produkte mit einer Regenbogen-Flagge getroffen", wandte sich die junge Hessin direkt an die Kölnerin.

Trans-Aktivistin Miss Colleen Jordan: "Darum gehen wir dir auf die Nerven"

Die TikTok-Nutzerin Finja (Nutzername: "finjamariekin") hatte sich in einem öffentlichen Video abfällig über Drogerie-Produkte im Regenbogen-Design geäußert.
Die TikTok-Nutzerin Finja (Nutzername: "finjamariekin") hatte sich in einem öffentlichen Video abfällig über Drogerie-Produkte im Regenbogen-Design geäußert.  © Screenshot/TikTok/finjamariekin

Dann holte sie zu einer mehr als deutlichen Erklärung aus: "In über 72 Ländern werden LGBTQ-Menschen immer noch verfolgt, umgebracht, vergewaltigt, misshandelt", stellte Colleen klar und fügte hinzu, dass dies in vielen Ländern zudem nicht einmal strafbar sei und sogar die jeweiligen Regierungen oft als Täter in Erscheinung träten.

Beispiele für die Behauptung der Hessin sind etwa die Länder Saudi-Arabien oder Iran, in denen Homosexualität mit der Todesstrafe geahndet wird.

Miss Colleen Jordan fügte ihren Ausführungen hinzu, dass es auch in Deutschland immer wieder "hasserfüllte Übergriffe gegen LGBTQ-Menschen" gebe, sie wies dabei auf den tödlichen homophoben Anschlag im Oktober 2020 in der Innenstadt von Dresden hin.

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"Darum gehen wir dir auf die Nerven", wandte sich die Hessin wieder direkt an die TikTok-Nutzerin Finja und setzte hinzu, dass sie als Frau mit Trans-Hintergrund, "die auch viele sexuelle und körperliche Übergriffe erleiden musste, mit der Begründung, dass ich 'Trans' bin", nicht aufhören werde, für die Rechte der LGBTQ-Community einzutreten.

"Ich werde so lange darüber reden, bis es aufhört, bis die Regierung uns mehr beschützt, bis alle Menschen wissen, was mit LGBTQ-Menschen passiert", betonte die Influencerin.

Mit den Worten: "Wir wehren uns! Und ja, Regenbogen hier, Regenbogen da, dann verstehe es doch mal, Girl, wir kämpfen um unser Leben", schloss sie ihre an Finja adressierte Erklärung ab.

Miss Colleen Jordan lieferte sich Schlagabtausch mit dem YouTuber CanBroke

Es war nicht das erste Mal, dass sich Miss Colleen Jordan gegen Homophobie und Transphobie wehrte. Erst kürzlich lieferte sie sich deswegen einen öffentlichen, verbalen Schlagabtausch mit dem YouTuber CanBroke.

Dieser hatte zur Folge, dass mehrere Rewe-Filialen den von dem YouTuber herausgebrachten Eistee "SuchtTea" boykottierten.

Titelfoto: Screenshot/TikTok/finjamariekin/misscolleenjordan

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