Dating-Expertin rät allen Paaren: Hört auf, Euch über Sex zu streiten!

Sydney - Paare streiten sich im Alltag. Diese Erkenntnis wird kaum einen überraschen. Doch wenn es nach der Beziehungs-Expertin Nadia Bokody (37) geht, lohnen sich lautstarke Meinungsverschiedenheiten, und das Abschießen von Giftpfeilen beim Thema Sex nicht. Die richtige Kommunikation sei vielmehr der Schlüssel.

Nadia Bokody (37) trug in ihren Zwanzigern mit einem Partner oft Zwistigkeiten über das Thema Geschlechtsverkehr aus.
Nadia Bokody (37) trug in ihren Zwanzigern mit einem Partner oft Zwistigkeiten über das Thema Geschlechtsverkehr aus.  © Facebook Screenshot Nadia Bokody

Die heute 37-jährige Frau erinnert sich in ihrer Kolumne für den New Zealand Herald an ihre 20er, als sie mit einem Mann zusammenlebte, der gerade seinen Job verloren hatte.

Sie musste finanziell für Rechnungen aufkommen, fand ihn bei der Heimkehr von ihrer Arbeit auf der Couch sitzend vor. E-Mails mit Stellenanzeigen, hatte er nicht geöffnet, stattdessen krümelte er mit Chips den Playstation-Controller und die restliche Wohnung voll.

Es gab Streit über seine Untätigkeit, aber auch über das Thema Sex. Er wollte mehr Geschlechtsverkehr, sie nicht (mit ihm).

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Doch unabhängig davon, dass Bokody mittlerweile auf Frauen steht und der Kerl wohl eher eine Art Mutter gebraucht hätte, beide hätten sich wohl viel Stress erspart, wenn sie gewusst hätten, dass manche Probleme nicht durch Streit auflösbar seien.

Sexpertin Nadia Bokody bekommt oft Post von Lesern, die mit Geschlechtsverkehr unzufrieden sind

Sex kann so himmlisch sein: Wenn es mal nicht passt, die positiven Dinge loben und in Ruhe drüber sprechen, statt imaginär die Boxhandschuhe auszupacken. (Symbolbild).
Sex kann so himmlisch sein: Wenn es mal nicht passt, die positiven Dinge loben und in Ruhe drüber sprechen, statt imaginär die Boxhandschuhe auszupacken. (Symbolbild).  © 123RF / lightfieldstudios

Dazu zieht die Australierin Forschungsergebnisse von Dr. John Gottmann sowie eine Studie über glücklich verheiratete Paare zurate. Diese gaben an, zufrieden mit ihrem Eheleben zu sein und erzählten, bestimmte Themen, unter anderem körperliche Intimität, aus ihren Streitigkeiten stets herauszuhalten.

Da die Journalistin häufig Post von Lesern bekommt, die hinterfragen, wie man Partnern mitteilen kann, dass man mit dem Sexualleben nicht zufrieden ist, findet sie in ihrem Beitrag auch eine Antwort.

"Offen über Sex im Alltag sprechen", dann können Probleme ausgeräumt werden. Wie ein solcher Dialog aussehen soll? Die Dame mit dem markanten Kurzhaarschnitt empfiehlt, Formulierungen wie "Du... immer" oder "Du... nie" durch "Ich würde mich freuen, wenn wir", oder "Ich mag es wirklich, wenn Du", zu ersetzen.

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So bleiben die Gespräche positiv. Dies ist dann genau entgegengesetzt dazu, wenn Leute dem Liebesspiel immense Mengen an Negativität und Stress zuschreiben.

Solche Personen glauben, dass sich eh nichts ändert, weil sie nicht offen darüber reden und probieren, Lösungen zu suchen und dem Partner damit das Gefühl geben, alles falsch zu machen.

Titelfoto: Facebook Screenshot Nadia Bokody

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