Frau macht ihrem Freund den Antrag: Fünf Jahre zuvor lehnte sie seinen ab

Maidstone - Als ihr langjähriger Freund vor ihr auf die Knie ging, um ihr einen Antrag zu machen, sagte Megan Luckhurst (24) ein Wort: Nein. Die beiden blieben jedoch zusammen. Jahre später hielt sie um seine Hand an.

Ein Ehering wird im Standesamt eines Rathauses gehalten (Symbolbild).
Ein Ehering wird im Standesamt eines Rathauses gehalten (Symbolbild).  © Friso Gentsch/dpa

Ben Hyland, heute 25, warb mit zarten 20 Jahren um seine langjährige Freundin und große Kindheits-Liebe Megan. 

Gewiss hatte er nicht mit einer Absage gerechnet. Der Moment war perfekt gewesen. Es war Neujahr, er bat den DJ, die Musik leiser zu machen, um sie zu fragen: Willst du mich heiraten?

Doch Megan hatte schon immer ihren eigenen Kopf gehabt. 

Obwohl sie, wie sie gegenüber der Zeitschrift "The Sun" sagt, Ben über alles liebte, wollte sie ihn damals nicht heiraten. Verständlich, immerhin war sie gerade erst 19 Jahre alt.

Trotz des missglückten Antrags blieben die beiden ein Paar. Megan meint, dass sie sogar darüber lachen konnten. Doch Ben versicherte ihr, dass er sie nicht erneut fragen würde.

Megan wusste, dass es nun an ihr liegen würde. Sie liebte es, Dinge zu planen, daher sollte auch ihr Antrag an Ben von vorne bis hinten strukturiert sein. Sie wartete fünf lange Jahre, bis es soweit war.

Im Voraus bat sie sogar ihre Mutter für deren Segen. Diese war zu Beginn nicht begeistert. "Sie wollte, dass Ben den Antrag macht", erklärt Megan. Doch als sie ihr das Datum ihres Vorhabens nannte, war sie schließlich einverstanden.

Denn Megan wollte Ben den Antrag am 29. Februar, also dem Schaltjahrtag, machen. In vielen Ländern ist es sogar Tradition, dass Frauen am 29. Februar ihre große Liebe fragen, ob sie sie heiraten wollen.

Ben ahnte Folgendes: nichts!

Bei der Trauung streift der Bräutigam der Braut einen Ehering über den Ringfinger (Symbolbild). Der Heiratstermin von Ben und Megan steht noch aus.
Bei der Trauung streift der Bräutigam der Braut einen Ehering über den Ringfinger (Symbolbild). Der Heiratstermin von Ben und Megan steht noch aus.  © Andreas Lander/zb/dpa

Megans Freunde wussten von ihrem Vorhaben Bescheid, als sie mit Ben am 29. Februar in ihrem Lieblingsrestaurant essen ging. 

Sie hatte für ihn ein Buch mit zahlreichen Bildern ihrer gemeinsamen Abenteuer erstellt, welches sie ihm vor dem Essen im Restaurant übergab.

Ob Reisen, besuchte Hochzeiten oder Dinge, die sie an ihn liebte: Megan konnte beobachten, wie Ben immer nervöser wurde, als er schließlich zur letzten Seite des Buches kam. Auf dieser stand: "Willst du mich heiraten?"

Megan erzählt, wie aufgeregt sie war. Denn zuerst dachte sie, Ben würde ablehnen, quasi als Rache für ihr damaliges Nein.

Doch Ben lächelte. Und er sagte Ja! Ein Stein fiel von Megans Herzen. Den Rest des Abends lächelte sich das verliebte Pärchen glücklich an.

Die beiden sind gegenseitig ihre erste Liebe. Sie lernten sich mit 14 Jahren kennen. Schon damals, so Megan, hatte sie ihren eigenen Kopf. Als Ben sie fragte, ob sie mit ihm ausgehen wollte, sagte sie zu jenem Zeitpunkt: Nein.

Erst eine Woche später entschied sie sich anders und fragte ihn, ob sein Angebot noch galt. Nach knapp zehn Jahren Beziehung hat sich diese Situation so ähnlich wieder abgespielt. Nur, dass es anstatt von einer Woche fünf Jahre waren.

Einen Termin für die Hochzeit müssen die beiden nun noch finden. Immerhin haben Ben und Megan schon ihre Ringe. Keiner kann sich ein Leben ohne den jeweils anderen noch vorstellen.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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