Seit Jahren verlobt: Warum heiratet Japans Prinzessin nicht?

Tokio - Japans Prinzessin Mako (29) ist seit drei Jahren mit ihrem Mann Kei Komuro (29) verlobt. Doch eine geplante Hochzeit im Jahr 2018 wurde abgesagt. Seitdem war es still um das royale Liebesglück. Was steckt dahinter?

Prinzessin Mako (29, M) ist seit drei Jahren mit Kei Komuro verlobt. Durch finanzielle Probleme seiner Mutter können die beiden nicht heiraten.
Prinzessin Mako (29, M) ist seit drei Jahren mit Kei Komuro verlobt. Durch finanzielle Probleme seiner Mutter können die beiden nicht heiraten.  © Martin Mejia/AP/dpa

Mako ist die älteste Tochter des erst kürzlich zum Kronprinzen gekürten Akishino (TAG24 berichtete). Wahrscheinlich wird dieser bald der Kaiser des Landes werden.

Die Prinzessin ist bereits seit dem Jahr 2017 offiziell verlobt. Doch bislang gab es für die Heirat noch keinen Segen. Dabei hatte die 29-Jährige groß angekündigt, im November 2018 den Bund der Ehe schließen zu wollen.

Wie der Guardian berichtete, haben sich Mako und Kei (ebenfalls 29) wohl an der Internationalen Christlichen Universität in Tokio kennen und lieben gelernt.

Der Japaner stammt aus keinem Königshaus. Das hinderte die Prinzessin allerdings nicht daran, ihm ihr Herz zu schenken.

Doch dann der Schock! Im Februar 2018 teilte die kaiserliche Haushaltsbehörde mit, dass die Hochzeit im November abgeblasen werden würde. Der Grund: Kei Komuros Mutter hatte finanzielle Probleme!

Sie hätte Schulden, was Schulgebühren für ihren Sohn und für einen Ex-Verlobten betrifft. Ein Skandal in der japanischen Presse. Die Hochzeitspläne, einst so zum Greifen nah, wurden auf Eis gelegt. Zwei Jahre später sollte es einen neuen Termin geben.

Akishino gibt seiner Tochter den Segen, doch er stellt eine Bedingung

Mako (M) mit ihrer jüngeren Schwester Kako (25). Mako hält an ihrer Liebe zu Kei fest.
Mako (M) mit ihrer jüngeren Schwester Kako (25). Mako hält an ihrer Liebe zu Kei fest.  © dpa/kyodo

Nun sind die zwei Jahre abgelaufen und noch immer steht kein neuer Termin. Doch es gibt Neuigkeiten.

Makos Vater gab endlich seinen Segen für die Ehe! Jedoch hat er eine Bedingung. Das Paar muss die skeptische japanische Öffentlichkeit davon überzeugen, dass die finanziellen Schwierigkeiten der Mutter gelöst sind. Bislang, so Medienberichten zufolge, sei dies nicht der Fall.

"Ich bin damit einverstanden, dass sie heiraten", sagte Akishino zu Journalisten vor seinem 55. Geburtstag am Montag. "Ich glaube, dass ich als Elternteil ihre Absichten respektieren sollte, wenn die Ehe das ist, was sie wirklich wollen."

Wenn Mako und Kei heiraten, verliert die Prinzessin ihren königlichen Status.

Wie die Tochter des früheren Kaisers, Sayako Kuroda, wird sie ein vergleichsweise "gewöhnliches" Leben mit ihrem gewöhnlichen Ehemann außerhalb der Mauern des Kaiserpalastes in Tokio führen.

Im Jahr 2017 verkündeten Kei und Mako ihre Verlobung

Geht Japans Kaiserfamilie zugrunde?

Der japanische Kaiser Naruhito (60) und seine Frau Masako (56) mit ihrer einzigen Tochter, Prinzessin Aiko (19, r.).
Der japanische Kaiser Naruhito (60) und seine Frau Masako (56) mit ihrer einzigen Tochter, Prinzessin Aiko (19, r.).  © dpa/kyodo

Japans Kaiserfamilie schrumpft weiter. Nur sieben Mitglieder sind unter 40 Jahre alt, sechs davon Frauen. Dabei kann kein weibliches Mitglied der Familie eine regierende Monarchin werden. Selbst Aiko (19), die einzige Tochter des Kaisers, durfte das nicht.

Wie es nun weitergehen wird, liegt ganz bei Mako und Kei. Die beiden wissen, dass die japanische Öffentlichkeit nicht hinter ihnen stehen wird.

Doch die 29-Jährige hält an ihrer Beziehung fest. Sie sehen den jeweils anderen, so Mako, als "jemand, auf den man sich verlassen kann, sowohl in glücklichen als auch in unglücklichen Zeiten".

Titelfoto: Martin Mejia/AP/dpa

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