Seitensprünge und Solo-Sex: So wirkt sich Corona aufs Liebesleben aus

Bremen - Die Corona-Krise hinterlässt auch im Sex-Leben der Deutschen ihre Spuren. Erwartungsgemäß leiden vor allem Singles, doch auch Paare haben ihre Nöte.

Singles können derzeit nur sehr schwer jemanden für einen One-Night-Stand aufreißen. (Symbolbild)
Singles können derzeit nur sehr schwer jemanden für einen One-Night-Stand aufreißen. (Symbolbild)  © nd3000/123RF

Fast die Hälfte der befragten Singles und 26 Prozent der Menschen in einer Partnerschaft wünschen sich mehr Berührungen als im ersten Lockdown. Das ergab eine Umfrage des Sex-Toy-Herstellers Fun Factory aus Bremen, deren Ergebnisse TAG24 vorliegen.

Rund 80 Prozent der Singles sehnen sich demnach nach einer Beziehung. Doch wie sollen sie jetzt jemanden kennenlernen?

Die klassischen Orte für zufällige Begegnungen wie Bars und Clubs haben geschlossen. Spontanes Abschleppen zum One-Night-Stand ist unmöglich. Die Frustration ist groß.

Gleichzeitig boomen Dating-Seiten und -Apps wie Tinder & Co. Doch auch da bleibt ein Problem: Wo soll man sich zum ersten Kennenlernen treffen? Da die Cafés dicht sind, geht es oft nur beim Spaziergang durch das eiskalte Winterwetter - mit Abstand natürlich.

Hoher Aufwand, da erscheint es vielen einfacher, sich selbst zu befriedigen.

Die Deutschen masturbieren mehr

Zu Coronazeiten wird häufiger masturbiert als zuvor. (Symbolbild)
Zu Coronazeiten wird häufiger masturbiert als zuvor. (Symbolbild)  © markoaliaksandr/123RF

23 Prozent der Singles masturbieren aktuell sogar mehr als im ersten Lockdown. Das betrifft allerdings auch Paare.

Ein Viertel der Vergebenen hat der Umfrage zufolge mehr Lust auf Solo-Sex als zuvor, 17 Prozent machen es sich häufiger selbst - ganz ohne Partner.

Und noch etwas haben die Befragten geantwortet. Der Lockdown zwingt sie zur Treue.

"Da ich keine anderen Kontakte derzeit pflegen kann, bin ich frustrierter, da ich gerade nicht fremdgehen kann", lautete eine Antwort. Eine andere: "Ich denke an Sex mit anderen Partnern."

Corona reduziert anscheinend also die Zahl der Seitensprünge. Genaue Daten dazu liefert die Umfrage aber nicht.

Der Lockdown führt aber nicht nur zu Frustration und Solo-Sex. Viele Paare nutzen die Zeit und entdecken Neues. Fast ein Viertel von ihnen hat sich neue Spielzeuge für die Schlafzimmer gekauft.

Die Pandemie wirkt sich damit sowohl auf das Liebesleben der Deutschen als auch auf das Kaufverhalten aus.

Titelfoto: Montage: markoaliaksandr/123RF, nd3000/123RF

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