Sexpertin empfiehlt ungewöhnlichen Schritt, um die Beziehung aufzupeppen

Sydney - Streiten, Schlafen, Sex haben. Diese drei Tätigkeiten gehören - natürlich in unterschiedlicher Häufigkeit und Länge - wohl zu jeder Beziehung dazu. Die australische Journalistin Nadia Bokody, die sich viel mit dem Thema Liebe auseinandersetzt, macht einen ungewöhnlichen Vorschlag, der Partnerschaften und sogar das Sexualleben verbessern soll.

Nadia Bokody (36) weiß es dank ihrer geschiedenen Eltern. Jede Nacht im selben Bett verbringen, muss nicht Voraussetzung einer gesunden Beziehung sein.
Nadia Bokody (36) weiß es dank ihrer geschiedenen Eltern. Jede Nacht im selben Bett verbringen, muss nicht Voraussetzung einer gesunden Beziehung sein.  © Montage: Facebook Screenshot Nadia Bokody

Die Australierin rät geradezu zu getrennten Schlafzimmern und bezieht sich dabei auf Beispiele aus ihrem Umfeld. So berichtet sie in ihrer Kolumne für New Zealand Herald von einer Freundin, die ihren Partner auf die Couch verbannt hätte, weil er ihren Geburtstag vergaß, was aber nicht gleich das Aus für die Beziehung bedeutete.

Eine weitere Bekannte schilderte gegenüber Bokody, dass sie und ihr Verlobter jeder ein eigenes Schlafzimmer hätten, was in der Praxis nur Vorteil hätte.

"Die Sache ist die, unser Sexleben ist fantastisch und ich schlafe wie ein Baby. Außerdem haben wir genug Abstand voneinander, um unnötige Streitereien zu vermeiden", zählt jene Frau mehrere Pluspunkte auf. Sie traue sich aber nur selten, dies rumzuerzählen, aus Sorge, verurteilt zu werden.

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Um ihre These zu untermauern, zieht Nadia Bokody Wissenschaft und Forschung zu Rate. Studien hätten nachgewiesen, dass deutlich mehr Personen schlechter schliefen, wenn jemand neben ihnen läge. Der Kampf um Bettdecke, den Platz im Doppelbett und Schnarchgeräusche hinterlassen also sichtbare Spuren.

Getrennt vom Partner zu schlafen muss nicht das Ende der Beziehung bedeuten

Es muss nicht der Weltuntergang sein, wenn man nicht mit dem Partner zusammen im Bett einschläft. Getrennte Betten können sogar das Sexualleben aufpeppen.
Es muss nicht der Weltuntergang sein, wenn man nicht mit dem Partner zusammen im Bett einschläft. Getrennte Betten können sogar das Sexualleben aufpeppen.  © 123RF / imtmphoto

Und dann wäre da noch das "Intimitäts-Wunsch-Paradoxon", wie es die Blondine mit dem markanten Kurzhaarschnitt nennt. Sexualtherapeuten hätten herausgestellt, dass je wohler wir uns mit jemandem fühlen würden, desto eher würde unser sexuelles Verlangen nach ihm abnehmen.

Das Panda-Syndrom (Nur Kuschel-Lust, kaum Wunsch nach Geschlechtsverkehr) lässt quasi grüßen.

Das hängt wohl auch damit zusammen, dass der Mensch eher das verlangt, was er noch nicht besitzt. Auch wenn die Sexpertin zugibt, dass getrennte Schlafzimmer wohl nicht jedermanns Sache seien, kann dies die Zweisamkeit aber auch aufpeppen.

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Ein Partner, der nach einem Streit auf die Couch geht, ist nicht das Schlimmste, was einer Beziehung passieren könne.

Eine erholsamere Nachtruhe, bessere Laune und ein möglicherweise neu entfachtes Verlangen können Dich und Deine(n) Liebste(n) wieder zusammenführen. Immer in ein- und demselben Bett zu schlafen, schütze vor Trennung nicht. Das würde die Trennung von Bokodys Eltern belegen, zumal die Tochter ihre Erziehungsberechtigten oft genug streiten hörte.

Um die Leidenschaft aufrecht zu erhalten, sei es am besten sich nicht einem sozialen Protokoll zu verschreiben, sondern so den Tag mit dem Partner ausklingen zu lassen, dass jeder auch genügend Schlaf bekäme.

Titelfoto: Montage: Facebook Screenshot Nadia Bokody

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