Erst Corona, dann Ukraine-Krise: Lufthansa kommt nicht zur Ruhe

Frankfurt am Main - Die Lufthansa steuert nach einem bewegten Geschäftsjahr 2021 auf neue Turbulenzen zu.

Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet für die Lufthansa direkte und massive Umsatzeinbußen.
Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet für die Lufthansa direkte und massive Umsatzeinbußen.  © dpa/Stefan Sauer

Statt eines fulminanten Neustarts nach der Corona-Flaute muss Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern nun mit den Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine zurechtkommen.

Die Sperrung des russischen Luftraums bedeutet direkte Umsatzverluste wegen der wegfallenden Ziele in Russland und der Ukraine sowie hohe zusätzliche Kosten auf den umgeleiteten Verbindungen nach Fernost.

Vorstandschef Carsten Spohr (55) will an diesem Donnerstag (7 Uhr) die Bilanz für das Geschäftsjahr 2021 vorlegen, das erneut mit einem Milliardenverlust abgeschlossen haben dürfte.

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In der Periode konnte der MDax-Konzern aber auch die deutschen Staatshilfen zurückzahlen, erhebliche Kosten einsparen und das durch Corona reduzierte Flugangebot wieder steigern.

Die Frachttochter Lufthansa Cargo steuerte bereits nach dem dritten Quartal auf einen Rekordgewinn oberhalb einer Milliarde Euro zu.

Ungelöst sind die Sanierungsverhandlungen mit den Piloten sowie die Frage, ob Lufthansa bei der Alitalia-Nachfolgerin ITA einsteigen kann.

Titelfoto: dpa/Stefan Sauer

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