Nach rund 1000 Infektionen von Schülern: Mallorca macht klare Ansage an Urlauber!

Von Jan-Uwe Ronneburger

Palma (Spanien) - Mallorca hat nach der Ansteckung von rund tausend spanischen Schülern mit dem Coronavirus bei Abiturfahrten eine klare Warnung an alle Besucher gerichtet.

Touristen sonnen sich am Strand von Arenal. Die Maskenpflicht wurde in Spanien erheblich gelockert. Mund-Nasen-Schutz muss im Freien nicht mehr immer und überall getragen werden.
Touristen sonnen sich am Strand von Arenal. Die Maskenpflicht wurde in Spanien erheblich gelockert. Mund-Nasen-Schutz muss im Freien nicht mehr immer und überall getragen werden.  © Clara Margais/dpa

Wer sich danebenbenehmen und damit die Gesundheit und die Wirtschaft auf den Inseln gefährden wolle, solle lieber gleich zu Hause bleiben, sagte Regionalregierungschefin Francina Armengol (49).

"Wer unsere Inseln besucht, muss sich ebenso verantwortungsvoll verhalten, wie das die Einheimischen tun", wurde sie am Dienstag von der Mallorca Zeitung zitiert.

Junge Leute hatten sich mutmaßlich auf einer Fähre sowie bei Partys in Hotelzimmern und an Stränden sowie einem Konzert in der Stierkampfarena von Palma angesteckt, schrieb die Zeitung El País.

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Zuvor hatte die Inselgruppe der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Ibiza, Menorca und Formentera gehören, bereits die Einreiseregeln für größere Gruppenreisen verschärft.

Die Teilnehmer organisierter Gruppenreisen ab 20 Teilnehmern müssen künftig einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen vollständigen Impfschutz nachweisen.

Deutsche können zurzeit ohne Test einreisen

Wer sich nicht benehmen kann, sollte am besten gar nicht erst nach Mallorca fliegen (Symbolbild).
Wer sich nicht benehmen kann, sollte am besten gar nicht erst nach Mallorca fliegen (Symbolbild).  © Clara Margais/dpa

Zudem sollen Clubs und andere Veranstaltungsorte strenger kontrolliert und fliegende Händler, die Partys im Freien nach der Sperrstunde ab 2 Uhr mit Alkohol versorgen, bekämpft werden.

Die Corona-Zahlen waren in Spanien lange rückläufig. Seit einigen Tagen steigen sie allerdings wieder. Am Montag durchbrach die Sieben-Tage-Inzidenz wieder die Marke von 50.

Für die Balearen nannte das Gesundheitsministerium in Madrid einen Wert von 47,7. Ab einem Wert von 50 geht Deutschland davon aus, dass es sich um ein Risikogebiet handelt.

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Sorgen bereitet in Spanien auch die starke Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus im Nachbarland Portugal. Briten, wo die Delta-Variante bereits dominant ist, müssen deshalb bei der Einreise auf den Balearen einen negativen PCR-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen.

Bewohner verschiedener EU-Länder, unter ihnen auch Deutschland, können hingegen weiter ohne Test einreisen.

Der Grund dafür ist, dass diese Länder wegen niedriger Corona-Zahlen zurzeit nicht auf der Liste der Risikogebiete des spanischen Gesundheitsministeriums stehen.

Titelfoto: Clara Margais/dpa

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