Frau hört, dass ihr als Kind Grausames angetan wurde: Dann findet sie die bittere Wahrheit heraus

Perth (Australien) - Es geschah, als sie 18 Jahre alt war: Ein Familienmitglied erzählte Kristal Walker (33), dass ihr als Kleinkind etwas Schlimmes angetan wurde. Weitere Details erfuhr die Australierin, die in Perth lebt, nicht. 12 Jahre versuchte die heute 33-Jährige die Wahrheit herauszufinden, bis es ihr endlich gelang. 

Kristal Walker (33) auf einem Facebook-Foto.
Kristal Walker (33) auf einem Facebook-Foto.  © Facebook/Screenshots/Kristal Kaye Kurgan

Zuvor hatte sie jahrelang in ihrer Familie wieder und wieder herumgefragt, was in ihrer frühen Kindheit vorgefallen war. Doch alle schwiegen beharrlich.

Schließlich bemühte Walker die australischen Gesetze zur Informationsfreiheit, um im Oktober 2017 Dokumente vom Ministerium für Familien- und Gemeindedienst zu erhalten.

Die junge Frau sprach nun exklusiv mit der "Daily Mail" darüber, was dann geschah. Im Februar 2018 landeten die Unterlagen, die die Wahrheit ans Licht brachten, in ihrem Briefkasten. 

Darin befanden sich schreckliche Fotos, die Kristal Walker im Alter von 22 Monaten zeigten, grün und blau geschlagen, mit geschwollenen Augen. Die Fotos waren im "Maitland"-Krankenhaus in New South Wales aufgenommen worden, nur eine Minute von ihrem damaligen Zuhause entfernt.

"Mein Partner hat ihn zuerst geöffnet und sich die Bilder angesehen und ich habe gesehen, wie er seine Augen aufriss", so Kristal Walker. 

Kristal Walker sucht nach weiteren Antworten

Kristal Walker bedankte sich bei der "Daily Mail" auf ihrer Facebook-Seite für die Berichterstattung, in der auch die Bilder der Misshandlungen veröffentlicht wurden.
Kristal Walker bedankte sich bei der "Daily Mail" auf ihrer Facebook-Seite für die Berichterstattung, in der auch die Bilder der Misshandlungen veröffentlicht wurden.  © Facebook/Screenshots/Kristal Kaye Kurgan

"Ich habe es mir 30 Minuten später selbst angesehen. Es war nicht das, was ich erwartet hatte, aber ich glaube, ich wusste nicht, was mich erwarten würde... Ich fühlte mich ziemlich taub. Aber nach einer Weile, nachdem ich es ein paar Mal gelesen hatte, wurde es real."

Laut des beigefügten Arztberichtes wäre Kristal Walker damals fast gestorben. Einem bleibendem Hirnschaden entkam das damals 22 Monate alte Kind ebenfalls nur ganz knapp.

Aus den Unterlagen, die man ihr zugeschickt hatte, ging nicht hervor, wer für ihre Verletzungen verantwortlich gewesen war. 

Bis heute hat Kristal Walker das nicht in Erfahrung bringen können. Die zuständigen Polizeibehörden konnten keine Auskunft geben, weil sie keine passende Akte finden konnten. 

Walker will nun, dass der Fall neu aufgerollt wird, um zu erfahren, wer sie als Kind beinahe getötet hätte. "Ich habe schwierige Dinge im Leben durchgemacht, aber jetzt ergeben sie Sinn", sagte sie.

"Das Böse schadet Kindern und die Australier müssen es wissen... Wenn du etwas siehst, sag etwas. So einfach ist das", so Walker. 

Titelfoto: Facebook/Screenshots/Kristal Kaye Kurgan

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