Ist diese italienische Stadt wirklich verflucht?

Colobraro - Hügelige Landschaften, atemberaubende Sonnenuntergänge und das Meer vor der Haustür - das italienische Colobraro ist das perfekte Urlaubsziel! Doch angeblich soll der kleine Ort verflucht sein!

Der Schein trügt: Obwohl Colobraro idyllisch aussieht, sollen hier böse Mächte ihr Unwesen treiben.
Der Schein trügt: Obwohl Colobraro idyllisch aussieht, sollen hier böse Mächte ihr Unwesen treiben.  © 123RF/ Donato Fiorentino

Colobraro ist ein idyllisches Fleckchen im Süden Italiens.

Dennoch fürchten sich viele Einheimische vor dem Ort und wagen es nicht mal, seinen Namen, der zu deutsch "Schlange" bedeutet, auszusprechen.

Die Stadt soll mit Unglück und Pech für diejenigen verflucht sein, die sie besuchen, berichtet der Mirror.

Die Legende vom Fluch geht auf die 1940er-Jahre zurück, als der damalige Bürgermeister von Colobraro, Biagio Virgilio, auf einer Stadtratssitzung verkündet haben soll: "Möge dieser Kronleuchter fallen, wenn ich nicht die Wahrheit sage."

Sekunden später stürzte der riesige Kronleuchter über seinem Kopf zu Boden. Seitdem gilt der kleine Ort als verflucht, und die Bewohner erlebten eine Reihe ungeklärter Tragödien.

Die Einheimischen fürchten den Fluch so sehr, dass sie sich weigern, die Stadt bei ihrem Namen zu nennen -  stattdessen sagen sie nur "Dorf ohne Namen".

Inzwischen eilt der Ruf des Ortes seinen Bewohnern voraus: Sobald Leute aus den umliegenden Ortschaften bemerken, dass sie es mit einem Bewohner aus Colobraro zu tun haben, gehen sie sofort auf Abstand.

Hexen, Masciare, Werwölfe

Fans von historischer Architektur kommen in Colobraro voll auf ihre Kosten.
Fans von historischer Architektur kommen in Colobraro voll auf ihre Kosten.  © 123RF/ Donato Fiorentino

Im Volksmund gilt die Stadt schon lange als Heimat mächtiger Frauen, die ihre Umgebung mit Magie und Flüchen belegen.

Diese sogenannten "Masciare" wurden früher aufgesucht, um Beschwerden wie Kopfschmerzen zu lindern, indem sie den Fluch dahinter lösten.

Angeblich benutzten sie eine Mischung aus Salz, Kohle und Wasser und rieben sie auf die Stirn der betroffenen Person, bevor sie die Flüssigkeit danach an einer Kreuzung ausschütteten.

Die Person, die als nächste über die Kreuzung lief, würde dann vom Fluch getroffen.

Während die Masciare angeblich nicht mehr existieren oder im Dorf leben, befürchten viele, dass ihre Kräfte immer noch vorhanden sind.

Um Colobraro ranken sich weitere Mythen wie Babys, die mit zwei Herzen oder drei Lungen geboren werden, unerklärliche Erdrutsche und rätselhafte Autounfälle.

Allerdings trifft das Unglück nicht jeden, sondern nur Besucher, die an die bösen Omen glauben. Das hindert die Bewohner von Colobraro jedoch nicht daran, von den Gerüchten des Fluches zu profitieren.

Jedes Jahr veranstalten sie eine Straßenshow, um die gruselige Geschichte ihrer Heimatstadt zu feiern, und im August strömen Besucher nach Colobraro, um die Show mit Hexen, Masciare und Werwölfen zu sehen.

Titelfoto: 123RF/ Donato Fiorentino

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