Rätsel um deutschen Monolith: Nun ist das Metall-Gebilde wieder weg

Sulzbach/Taunus - Erst urplötzlich da, dann umgeworfen, wieder aufgestellt, komplett zerstört - und nun?! Jetzt ist der im hessischen Sulzbach im Taunus auf mysteriöse Art und Weise aufgetauchte Metall-Monolith endgültig Geschichte.

Im hessischen Sulzbach tauchte, wie aus dem Nichts, ein Monolith aus Metall auf.
Im hessischen Sulzbach tauchte, wie aus dem Nichts, ein Monolith aus Metall auf.  © Wiesbaden112/DPA

Denn mittlerweile ist das glänzende, rund dreieinhalb Meter hohe Gebilde, welches am Samstag (5. Dezember) erstmals von Spaziergängern gesichtet worden war (TAG24 berichtete), vollends verschwunden.

Ob da außerirdische Lebensformen am Werk waren? Das ist - leider - stark zu bezweifeln. Leider, weil der Monolith in der kurzen Zeit seines Auftrittes an einem Feldweg in der 8000-Seelen-Gemeinde gleich mehrmals mutwillig umgestoßen und letztlich sogar vollends zerstört wurde.

Mehrere Augenzeugen-Fotos, die derzeit im Netz kursieren, zeigen die Metallplatten, aus denen das Gebilde bestand, in einem desolaten Zustand und völlig verbogen. Kurz darauf wurde das mysteriöse Fundstück dann vollends entsorgt.

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Dies sei aber ohnehin der Plan der Gemeindeverwaltung gewesen, wie Sprecher Holger Klink bereits bekannt gegeben hatte. Als der Monolith noch in voller Pracht in den Himmel ragte, hatte dieser nämlich angekündigt, dass man sich das "maximal drei Tage anschauen" werde, ehe man das Metall-Gebilde entsorgen lassen wolle.

Monolith im hessischen Sulzbach im Taunus: Erst umgeworfen, dann zerstört, jetzt verschwunden

Auch im niederländischen De Kiekenberg im Norden der Niederlande wurde ein Metall-Monolith entdeckt.
Auch im niederländischen De Kiekenberg im Norden der Niederlande wurde ein Metall-Monolith entdeckt.  © Anton Kappers - Thomasson/ANP/dpa

Dies ist wohl nun schneller vonstatten gegangen als gedacht. Die Sulzbacher stimmte das alles andere als freudig, da man in Zeiten der Corona-Pandemie und erneut strafferen Maßnahmen ein wenig Abwechslung im Alltag erlebt hatte.

Die Zerstörungswut der Unbekannten verurteilten unter anderem auch Kommentatoren auf Facebook: "Kann in Sulzbach nicht stehen bleiben, ohne dass man das nicht gleich kaputt machen muss", so eine Reaktion.

Währenddessen wird weiter darüber gerätselt, wer den Monolith überhaupt an seinem - mittlerweile ehemaligen - Standort aufgestellt hat. Während sich die hiesigen Landwirte klar distanzierten, bekannte sich Stand jetzt auch niemand anderes als Urheber der Aktion.

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Bislang wurden bereits an rund einem Dutzend Standorten auf der Welt derartige Monolithen aus Metall gesichtet.

Der erste seiner Art stand im US-amerikanischen Utah, wo er wohl bereits im Jahr 2016 von der Künstlergruppe "The Most Famous Artist" aufgestellt wurde.

Titelfoto: Wiesbaden112/DPA

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