Schwarze Pest! Junger Mann stirbt unter mysteriösen Umständen

New Mexico (USA) - Es ist der zweite Fall im US-Bundesstaat New Mexico seit 2015. Ein junger Mann im Alter von 20 Jahren starb unter mysteriösen Umständen an einer Krankheit, die einst als Schwarzer Tod bekannt war.

Die Knochen aus einem Doppelgrab von zwei vermutlichen Opfern der Pest in einem Museum.
Die Knochen aus einem Doppelgrab von zwei vermutlichen Opfern der Pest in einem Museum.  © Fabian Strauch/dpa

Seit Jahrhunderten wird die Menschheit mal mehr, mal weniger regelmäßig von der Pest heimgesucht.

Beamte der Gesundheitsbehörden in New Mexico bestätigten nun, dass ein 20-Jähriger überraschend an der septikämischen Pest gestorben ist, wie Daily Mail berichtet. Diese existiert als Unterart der Pest neben der Beulen- und der Lungenpest.

Zuletzt traf es 2015 einen 60-Jährigen. Die beiden Männer lebten mehr als hundert Meilen voneinander entfernt, sodass es unwahrscheinlich ist, dass die Fälle miteinander verbunden sind.

Wie der junge Mann an der äußerst seltenen Infektion sterben konnte, ist noch unklar. Möglicherweise habe er sich die Yesinia-Pestis-Bakterien bei einem Ausflug ins benachbarte Colorado eingefangen, nachdem dort ein infiziertes Eichhörnchen gefunden wurde.

Heutzutage sind Fälle von Beulenpest zwar sehr selten, aber immer noch tödlich, sofern sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass es weltweit jedes Jahr zwischen 1000 und 2000 Pestfälle gibt.

Als Schwarzer Tod ging eine der verheerendsten Pandemien in die Weltgeschichte ein. Zwischen 1346 und 1353 forderte die Pest etwa 25 Millionen Todesopfer in Europa.

Erst 1894 fand man heraus, dass der Pesterreger durch Ratten transportiert wurde. Durch mangelhafte hygienische Umstände konnte sich das Bakterium leicht über Flöhe auf den Menschen übertragen und anschließend ausbreiten.

Als Reaktion auf den plötzlichen Tod des jungen Mannes warnten die Behörden in New Mexico, keine Haustiere frei herumlaufen zu lassen. Diese könnten sich von wilden Tieren infizieren und anschließend den seltenen Erreger auf den Menschen übertragen.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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