Blutnacht von Hanau: Gedenkstätte für Opfer des Anschlags geschändet

Hanau - Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat am Montag über eine Schändung der provisorischen Gedenkstätte am Brüder-Grimm-Denkmal für die Opfer des Hanauer Anschlags berichtet.

Das Brüder-Grimm-Denkmal in Hanau dient als provisorischen Gedenkstätte für die Opfer.
Das Brüder-Grimm-Denkmal in Hanau dient als provisorischen Gedenkstätte für die Opfer.  © Christine Schultze/dpa

Er sei in den frühen Morgenstunden informiert worden, dass Unbekannte den Platz verwüstet und das Andenken an die Toten geschändet hätten, hieß es in einer Mitteilung.

Nachdem die Spurensicherung das Denkmal freigegeben habe, seien die in Erinnerung an die Opfer des Attentats abgelegten Blumen und Bilder sofort wieder in Ordnung gebracht worden, hieß es.

Angesichts der Videoüberwachung auf dem Platz sei er zuversichtlich, dass es bald zu Ermittlungsfortschritten kommen werde.

Nach dem rassistisch motivierten Anschlag am 19. Februar 2020 mit neun Toten hatte sich das Brüder-Grimm-Denkmal auf dem Hanauer Marktplatz zu einer provisorischen Gedenkstätte entwickelt.

Die Angehörigen der Opfer der sogenannten "Blutnacht von Hanau" hatten kürzlich in einem offenen Brief der Hanauer Stadtgesellschaft für ihre Solidarität gedankt und angekündigt, die vorübergehende Gedenkstätte am 19. März entfernen zu wollen.

Titelfoto: Christine Schultze/dpa

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