Rechtsextreme Anschlagsserie in Neukölln: Polizei ermittelt wegen Betrugs mit Corona-Geld

Berlin - Im Zusammenhang mit der rechtsextremen Anschlagsserie in Berlin-Neukölln geht die Polizei gegen einen der Verdächtigen vor, weil er zu Unrecht Corona-Unterstützung kassiert haben soll. 

Innensenator Andreas Geisel (SPD) ließ im Frühjahr 2019 eine Ermittlergruppe für die Anschlagsserie in Neukölln einsetzen.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) ließ im Frühjahr 2019 eine Ermittlergruppe für die Anschlagsserie in Neukölln einsetzen.  © dpa/ZB/Britta Pedersen

Der 34-jährige Mann werde der rechtsextremistischen Szene zugerechnet, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Ermittelt werde wegen des "Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit Corona-Hilfsgeldern".

Durchsucht wurden am Mittwochmorgen zwei Objekte, darunter eine Wohnung im Käthe-Dorsch-Ring in der Nähe von Gropiusstadt. 

Beteiligt waren Polizisten der BOA Fokus - diese sogenannte Besondere Aufbauorganisation ist eine 30-köpfige Ermittlergruppe bei der Polizei, die Innensenator Andreas Geisel (SPD) im Frühjahr 2019 einsetzen ließ. Sie soll alle Fälle der Anschlagsserie in Neukölln noch einmal intensiv untersuchen.

Die Täter verübten mehrere Brandanschläge, wie hier auf das Auto des Neuköllner Linken-Politikers Ferat Kocak im Januar 2018.
Die Täter verübten mehrere Brandanschläge, wie hier auf das Auto des Neuköllner Linken-Politikers Ferat Kocak im Januar 2018.  © dpa/Ferat Kocak/Die Linke Berlin

In Neukölln verübten vor allem von 2016 bis 2018 mutmaßlich rechtsextreme Täter mehrere Brandanschläge, außerdem gab es Bedrohungen und Sachbeschädigungen.

Titelfoto: dpa/zb/Britta Pedersen, dpa/Ferat Kocak/Die Linke Berlin

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