Rechtsextreme Polizei-Chats: Sonderbeauftragter tritt Amt an

Düsseldorf - Der neue nordrhein-westfälische Sonderbeauftragte für rechtsextremistische Tendenzen in der Polizei, Uwe Reichel-Offermann, tritt diesen Donnerstag offiziell sein Amt an. 

Der neue nordrhein-westfälische Sonderbeauftragte für rechtsextremistische Tendenzen in der Polizei, Uwe Reichel-Offermann (64), tritt diesen Donnerstag offiziell sein Amt an.
Der neue nordrhein-westfälische Sonderbeauftragte für rechtsextremistische Tendenzen in der Polizei, Uwe Reichel-Offermann (64), tritt diesen Donnerstag offiziell sein Amt an.  © -/Innenministerium Nordrhein-Westfalen/dpa

In den vergangenen Wochen waren zunehmend Hinweise auf rechtsradikale Tendenzen in der Polizei bekannt geworden.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte in der vergangenen Woche von über 100 Verdachtsfällen allein in NRW gesprochen. Unter anderem waren im Bereich des Polizeipräsidiums Essen mehrere Chat-Gruppen von Polizisten mit rechtsextremen Inhalten entdeckt worden.

"Uwe Reichel-Offermann ist ein ausgewiesener Experte im Bereich Rechtsextremismus", sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf

Der 64-jährige Diplom-Politologe war zuletzt stellvertretender Leiter des Verfassungsschutzes NRW und Gruppenleiter unter anderem für die Bereiche Extremismus und Terrorismus. 

"Darüber hinaus kennt er aus einer früheren Tätigkeit als stellvertretender Leiter der Polizeiabteilung auch die nordrhein-westfälische Polizei sehr gut", hob Reul hervor.

Die Grünen hatten anlässlich der Berufung des Ministerialdirigenten gefordert, dem neuen Sonderbeauftragten einen Beirat zur Seite zu stellen, um auch einen kritischen Blick von außen auf die Sicherheitsbehörden zu gewährleisten. 

Außerdem sprachen sie sich für ein Rotationsprinzip aus, damit sich in den Behörden kein falsch verstandener Korpsgeist entwickle.

Titelfoto: -/Innenministerium Nordrhein-Westfalen/dpa

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