So viel Geld müssen die Thüringer für Rechtsextreme Veranstaltungen blechen

Erfurt -  Rechtsextreme haben im vergangenen Jahr in Thüringen wieder Konzerte veranstaltet - und damit auch hohe Zusatzkosten für Polizeieinsätze verursacht.

Polizeieinsätze auf Rechtsextremen-Veranstaltungen kosten Thüringen viel Geld (Symbolbild).
Polizeieinsätze auf Rechtsextremen-Veranstaltungen kosten Thüringen viel Geld (Symbolbild).  © 123RF/animaflorapicsstock

Alleine für die Verpflegung von Polizisten und deren Unterbringung am Einsatzort musste das Land mehrere Hunderttausend Euro zahlen, wie aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linke-Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss hervorgeht. 

Im Jahr 2019 seien für derartige Einsätze Zusatzkosten in Höhe von 420.000 Euro entstanden. Außerdem habe der Freistaat weitere etwa 22.000 Euro für den Einsatz des Technischen Hilfswerks im Zuge von Veranstaltungen der rechten Szene bezahlen müssen.

Besonders teuer war vor allem der Einsatz wegen des zweitägigen Rechtsrock-Konzerts in Themar Mitte Juli 2019. 

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Für diesen Einsatz zahlte das Land fast 82.000 Euro unter anderem für Verpflegung, Miete und Reinigungsleistungen. 

Weiterhin musste das Land etwa 184.000 Euro an andere Bundesländer überweisen, weil Polizisten von dort zur Verstärkung in den Landkreis Hildburghausen gekommen waren. 

Zu dem Rechtsrock-Konzert waren Hunderte Rechtsextreme und Hunderte Gegendemonstranten in die Landstadt gekommen.

Nach Kenntnis der Sicherheitsbehörden gab es im vergangenen Jahr etwa 20 rechtsextreme Musikveranstaltungen im Freistaat. Neben großen Konzerten gab es auch viele kleinere sogenannte Liederabende. Hinzu kamen noch etwa 30 Versammlungen rechtsextremer Parteien sowie fast 40 Versammlungen sonstiger Gruppen der rechten Szene. 

Titelfoto: 123RF/animaflorapicsstock

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