Trio skandiert rechte Parolen und singt verbotenes "U-Bahn-Lied" im Zug

Eilsleben/Magdeburg - Am Montagabend sind der Bundespolizei in Magdeburg drei Männer ins Netz gegangen, die in einem Zug rechtsradikale Parolen skandierten und das "U-Bahn Lied" sangen.

Am Magdeburger Hauptbahnhof konnten die drei Männer gestellt werden. (Symbolbild)
Am Magdeburger Hauptbahnhof konnten die drei Männer gestellt werden. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa

Am Montagabend um 21 Uhr informierte das Zugpersonal in Eilsleben, dass in die Bahn in Richtung Magdeburg drei Männer eingestiegen waren, die auf dem Bahnsteig und im Zug selbst rechte Parolen wie "Sieg Heil" und "Ausländer raus" riefen.

Wie die Bundespolizei berichtete, wurde die Kleingruppe am Hauptbahnhof in Magdeburg von Landes- und Bundespolizisten in Empfang genommen. Zwar bestritten die Männer die Tat, bei der Überprüfung ihrer Identitäten kam jedoch zutage, dass diese schon häufiger wegen ähnlichem Verhalten polizeibekannt wurden.

Die drei Männer wurden untersucht. Bei einem von ihnen wurde ein Atemalkoholwert von 1,6 Promille festgestellt, außerdem hatte er eine geladene Schreckschusswaffe Samt Patronen-Kartusche mit sich - jedoch keinen notwendigen Waffenschein.

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Die Waffe und die Patronen wurden sichergestellt und die Männer entlassen.

Auf dem Weg durch den Personentunnel des Magdeburger Hauptbahnhofes begann das Trio jedoch lautstark das sogenannte "U-Bahn-Lied" zu singen, welches seit einigen Jahren verboten ist.

Die drei Männer wurden erneut gestellt und wegen Volksverhetzungen angezeigt. Der Mann mit der Waffe kassierte zudem eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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