Verbindungen ins rechtsextreme Milieu? Polizei arbeitet nicht mehr mit Sicherheitsfirma zusammen

Von Silke Nauschütz

Potsdam - Die Polizei in Brandenburg stoppt vorübergehend die Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsunternehmen, dem Verbindungen ins rechtsextreme Milieu vorgeworfen werden.

Die Vereinbarung hat die Brandenburger Polizei 2018 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschlossen. (Archivbild)
Die Vereinbarung hat die Brandenburger Polizei 2018 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschlossen. (Archivbild)  © Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

Das bestätigte Brandenburgs Polizeisprecher Torsten Herbst am Freitag. Vorwürfe waren auf einer politisch links ausgerichteten Internetseite erhoben worden. "Auch diese prüfen wir", erklärte Herbst.

Bis zur Klärung der berichteten Sachverhalte wird die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen laut Herbst auf Eis gelegt.

Grundlage sei eine Kooperationsvereinbarung mit festgelegten Teilnahmekriterien, insbesondere die Ablehnung jeglicher Form von politischem Extremismus und Distanzierung von jeglicher Art der Diskriminierung.

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Die Vereinbarung hatte die Brandenburger Polizei 2018 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschlossen.

Das Polizeipräsidium und der BDSW wollten nun das bisherige Aufnahmeprozedere von Sicherheitsunternehmen prüfen, wie es weiter hieß.

Die Zuverlässigkeit der an der Kooperationsvereinbarung beteiligten Unternehmen solle zukünftig noch besser als bisher festgestellt werden.

Titelfoto: Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa

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