Verfassungsschutz warnt vor Extremismus in Gaming-Szene

Hannover – Gaming-Fans, aufgepasst! Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut hat vor Extremisten auf Spieleplattformen gewarnt.

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise verbringen deutlich mehr Nutzer ihre Zeit an Gaming-Geräten - das machen sich auch Extremisten zu Nutzen. (Symbolbild)
Seit dem Ausbruch der Corona-Krise verbringen deutlich mehr Nutzer ihre Zeit an Gaming-Geräten - das machen sich auch Extremisten zu Nutzen. (Symbolbild)  © picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

Extremisten nutzten diese, um extremistische Inhalte und Propaganda zu verbreiten und neue Mitglieder zu gewinnen, sagte Witthaut am Mittwoch in Hannover.

Extremisten versuchten durch das gemeinsame Erlebnis des Spielens und die gemeinsame Sprache Misstrauen zu überwinden und unter dem Vorwand des Gamings mit Menschen in den Dialog zu kommen. Dabei lehne die große Mehrheit der Gaming-Community extremistisches Gedankengut und Gewalt aber ab, betonte Witthaut.

Gerade die Corona-Epidemie habe noch einmal für einen kräftigen Schub bei den Spielerzahlen gesorgt, über die Hälfte der Bevölkerung spiele zumindest gelegentlich Videospiele.

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"Wir wollen die Gaming-Szene nicht stigmatisieren, aber wir nehmen auch virtuelle Netzwerke, wie die spieleorientierten Plattformen und die dortigen Aktivitäten von Extremistinnen und Extremisten noch intensiver in den Blick", sagte Witthaut.

"Denn eine unserer Kernaufgaben ist die Information und Aufklärung der Öffentlichkeit über extremistische Gefahren und Entwicklungen", so der Verfassungsschutz-Präsident.

Hier könnt Ihr verdächtige Chats, Bilder oder Streams melden!

Themen und Methoden extremistischer Stimmungsmache müssten identifiziert werden und ein Bewusstsein müsse geschaffen werden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum und keine Bühne für Verfassungsfeinde sein dürfe.

Der Verfassungsschutz riet, wenn einem extremistische Inhalte beim Gaming auffallen, Chatverläufe, Bilder oder Streams zu sichern, zu speichern und die Polizei zu informieren.

Solche Inhalte könnten bei der Polizei auch über die Online-Wache gemeldet werden. Wenn vorhanden, könne für solche Situationen auch die Meldefunktion der jeweiligen Plattform genutzt werden. Daneben gibt es auch zivile Meldestellen, wie "respect!" oder "Zivile-Helde".

Titelfoto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa

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