Keine Masken, kein Abstand, Flaschenwürfe: Polizei löst Demo von Rechtsextremen auf!

Berlin - Zu Demonstrationen von Rechtsextremen im Berliner Regierungsviertel sind bislang nur wenige Teilnehmer gekommen.

Etwa 70 Rechtsextreme versammelten sich am Samstag am Brandenburger Tor.
Etwa 70 Rechtsextreme versammelten sich am Samstag am Brandenburger Tor.  © Dominik Totaro

"Hier ist ganz wenig los", sagte eine Polizeisprecherin am Samstagvormittag über die Lage am Brandenburger Tor, wo sich ihr zufolge etwa 70 Leute versammelt hatten.

Die Polizei hatte bei den verschiedenen Protesten von Rechtsextremen und sogenannten Reichsbürgern mit einer niedrigen vierstelligen Teilnehmerzahl gerechnet. Zu linken Gegenprotesten in der Nähe kamen am Samstag etwa 150 bis 200 Teilnehmer, sie versammelten sich auf der Straße Unter den Linden.

Im Umfeld aller Demos im Laufe des Tages wollte die Polizei je nach Lage mit bis zu 1800 Kräften im Einsatz sein.

Am Rande der Kundgebung am Brandenburger Tor beschimpften und bedrohten einige rechtsextreme Teilnehmer Fotografen.

Die Polizei schritt schnell ein. Kurz darauf gab es anderer Stelle zwei Festnahmen von Teilnehmern, es kam zu kleineren Rangeleien, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Etwa 150 bis 200 Menschen versammelten sich zu Gegenprotesten.
Etwa 150 bis 200 Menschen versammelten sich zu Gegenprotesten.  © dpa/Fabian Sommer

Update, 14.30 Uhr: Die Berliner Polizei hat die Demo im Regierungsviertel aufgelöst. Wie ein Sprecher der Behörde sagte, hatten die Teilnehmer des Aufzugs auf der Straße des 17. Juni die Auflagen zum Corona-Schutz nicht beachtet.

Viele trugen keine Masken und hielten keinen Mindestabstand. Die Teilnehmerzahl lag laut Polizei im unterem dreistelligen Bereich, es gab einige Festnahmen. Nach Angaben eines dpa-Reporters waren auch Flaschen in Richtung von Gegenprotesten geflogen.

Titelfoto: Dominik Totaro

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