Archiv über Opfer der Nazi-Morde aus dem Zweiten Weltkrieg online

Bad Arolsen - Eine der größten Sammlungen über die Opfer der Nationalsozialisten ist nun im Internet einsehbar. 

Eine Karteikarte des Gefangenen Ostremski im Konzentrationslager Buchenwald liegt beim International Tracing Service (ITS) auf einem Tisch.
Eine Karteikarte des Gefangenen Ostremski im Konzentrationslager Buchenwald liegt beim International Tracing Service (ITS) auf einem Tisch.  © dpa/Swen Pförtner

Die historischen Bestände der Arolsen Archives stehen fast vollständig online. 

"Nun können Interessierte auf der ganzen Welt über das Online-Archiv auf 26 Millionen Dokumente mit Informationen zu 21 Millionen Namen von NS-Verfolgten zugreifen", teilte das Internationale Zentrum über NS-Verfolgung im nordhessischen Bad Arolsen am Dienstag mit. 

Die Sammlung des früheren NS-Opfer-Suchdienstes ITS gehört zum Unesco-Weltdokumentenerbe. Nach eigenen Angaben haben die Arolsen Archives innerhalb von weniger als einem Jahr mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel eine der größten Sammlungen über die Opfer der Nationalsozialisten online gestellt. 

Diese dokumentiere die Verbrechen der Nazis mit einzigartigen Beweisstücken. Sie umfasse Original-Dokumente und Kopien über Millionen von Zwangsarbeitern sowie Transport- und Deportationslisten über Millionen Menschen, die in Konzentrationslager und Ghettos verschleppt wurden. 

Die Dokumente sind frei zugänglich und können zum Beispiel nach Namen durchsucht werden.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner

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