Dresden: Pegida-Jahresversammlung wird an einen anderen Ort verlegt

Dresden - Jede Woche kommen Pegida-Anhänger zusammen, um möglichst zentral in der Innenstadt (meist auf dem Neumarkt) zu demonstrieren. Zumindest normalerweise. Denn die Dresdner Versammlungsbehörde legte den Pegida-Treff zum nahenden Jahrestag um.

Teilnehmer stehen während einer Kundgebung der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung Ende August mit Fahnen auf dem Neumarkt. Den vorgeschriebenen Abstand sucht man hier vergebens. (Archivbild)
Teilnehmer stehen während einer Kundgebung der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung Ende August mit Fahnen auf dem Neumarkt. Den vorgeschriebenen Abstand sucht man hier vergebens. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Das Rathaus Dresden teilte am Freitagnachmittag mit, dass man "zum Schutz der Bevölkerung in Corona-Zeiten" beschlossen habe, die Pegida-Versammlung zum Jahrestag zu verlegen. Anstatt auf dem Neumarkt soll diese nun auf der Cockerwiese abgehalten werden.

Der Grund: Am Sonntag, 25. Oktober, findet der Jahrestag der asylfeindlichen Pegida-Bewegung statt. In den vergangenen beiden Jahren war dieser mit den gegnerischen Lagern einer der am meisten besuchten Demonstrationen. Normalerweise finden diese sonst immer montags statt.

Gerade in den Zeiten von steigenden Corona-Zahlen ist nun Vorsicht geboten. 

Die Innenstadt von Dresden liegt zwar zentral, bietet aber nur begrenzten Platz. Die Teilnehmer des Gegenprotests sollen laut Stadt das Anrecht auf Demonstrationen haben, ohne sich dabei einer gesundheitlichen Gefahr auszusetzen.

Aufgrund der erwarteten Teilnehmerzahl seitens Pegida sei dies aber nicht möglich. Die zeigten sich bis zuletzt nicht kooperativ, heißt es in der Mitteilung.

Auf Pegida-Demos in Dresden wird oft der Abstand nicht eingehalten

Pegida habe sich dazu entschieden, nicht mit der Stadt zu kooperieren, weshalb man nun gezwungenermaßen auf den größeren Platz ausweichen musste. Der behördliche Bescheid wurde am heutigen Freitag erlassen. 

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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