Stille Nacht! Pegida bläst Liedersingen ab

Dresden - Das Jahr endet für Pegida mit der nächsten Enttäuschung: Bekommt die Bewegung kaum mehr prominente Redner auf ihre Bühne, fällt jetzt nach der geplatzten Jahrestagskundgebung auch das Weihnachtsliedersingen aus.

Wolfgang Taufkirch hat am Montag das Pegida-Singen abgesagt.
Wolfgang Taufkirch hat am Montag das Pegida-Singen abgesagt.  © xcitePress/Imago Images

Für die Polizei verspricht das allerdings keinen ruhigen Jahresausklang. Mit der geplanten "Querdenken"-Kundgebung steht in Dresden noch ein Großeinsatz bevor.

Kaum Redner und dann auch noch nichts Gutes zu verkünden - so die Bilanz der vergangenen Montags-Pegida auf dem Theaterplatz: Nur zwei Vertreter der Cottbuser Schwester-Bewegung "Zukunft Heimat" konnte die fremdenfeindliche Kundgebung aufbieten, am Ende musste Wolfgang Taufkirch aus dem Orga-Team auch noch das für den 19. Dezember geplante Weihnachtsliedersingen abblasen.

Ursprünglich sollte dieses eine Art Ersatz für den geplatzten Jahrestag werden. Damit wird die letzte Pegida-Kundgebung dieses Jahr schon am 14. Dezember stattfinden.

Davor hat die Polizei allerdings noch einen kritischen Termin mit anderen Demonstranten: Bundesweit trommeln die sogenannten "Querdenker" schon seit Wochen auf die Cockerwiese am 12. Dezember.

Gegenwärtige Lage erlaubt nur 1000 Teilnehmer

Das Potenzial reicht auf mehrere Zehntausend Teilnehmer, allerdings erlaubt die gegenwärtige Lage nur 1000. Schon in der Vergangenheit hielten sich die Corona-Verharmloser nicht an Auflagen, zogen auch gewalttätige Klientel an.

"Wir haben bereits mit den Einsatzplanungen begonnen", sagt Polizeisprecher Lukas Reumund (43). Details sind aber noch von aktuellen Entwicklungen abhängig.

Titelfoto: xcitePress/Imago Images

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