Alte Urlaubsfotos gepostet: Jetzt wird es teuer!

Traralgon (Australien) - Ein Ehepaar postete Anfang April Fotos aus ihrem gemeinsamen Urlaub im vergangenen Jahr auf Facebook. Kurz danach stand die Polizei vor der Tür.

Dieses Posting wurde Jaz Mott zum Verhängnis.
Dieses Posting wurde Jaz Mott zum Verhängnis.  © Facebook/Jaz Mott

Jaz und ihr Mann Garry Mott leben im australischen Bundesstaat Victoria. Dort besteht ebenso eine Ausgangssperre wie in vielen Teilen der Welt.

Um auf positive Gedanken zu kommen und eine schöne Erinnerung mit ihren Freunden zu teilen, lud Mott zwölf Urlaubsbilder aus dem vergangenen Jahr auf Facebook hoch, berichtete "The Independent".

Sie war damals mit ihrem Mann in der Region Lakes Entrance, die nur zwei Stunden von ihrer Heimatstadt entfernt ist.

Da Jaz Mott aber das Datum des Facebook-Beitrags nicht auf den Reisezeitraum änderte, entstand der Eindruck, dass das Pärchen am 5. April dort war - dem Tag, an dem sie die Fotos teilte und die Ausgangssperre galt.

Polizei besucht Eheleute daheim

Lakes Entrance ist eine beliebte Ausflugsregion in Victoria.
Lakes Entrance ist eine beliebte Ausflugsregion in Victoria.  © 123RF/Laszlo Konya

Schon vier Tage später klingelte es an ihrer Haustür, die Polizei war da. Ein Beamter übergab der Frau einen Strafzettel. 

Dieser besagte, dass sie einen Verstoß gegen die Sperrregeln beging, denn die Reise wäre verzichtbar gewesen. 1652 australische Dollar (umgerechnet 956 Euro) solle sie zahlen.

Zum Independent sagte Jaz Mott, dass der Polizist "nur den Strafzettel übergab und sofort wieder ging". Dass die Fotos schon älter sind, konnte sie ihm nicht sagen.

"Er sagte nur, dass ich, wenn ich weitere Bilder poste, verhaftet werde", so Mott.

Die Eheleute nahmen deshalb wenig später Kontakt zur Wache auf und erklärten die Situation. Doch es half nichts. Sie sollten den Strafzettel bezahlen.

Erst als lokale Medien bei der Behörde nachfragten, ruderten die Polizisten zurück. Der Bußgeldbescheid wurde umgehend zurückgezogen.

So versucht sich die Polizei zu retten

"Dieser Vorfall wurde überprüft und die Entscheidung getroffen, die Benachrichtigung über Verstöße zurückzuziehen. Gelegentlich werden Fehler gemacht, weshalb ein Kontrollprozess existiert, der sicherstellt, dass solche Instanzen identifiziert und behoben werden", erklärte ein Polizeisprecher.

Die Beamten würden weiterhin nicht überwachen, was im Internet geteilt wird. Sie würden nur auf Hinweise aus der Bevölkerung reagieren. "Im Allgemeinen wird die Polizei die Tatsachen der von der Öffentlichkeit gemeldeten potenziellen Verstöße verfolgen und untersuchen", so der Behördensprecher.

In diesem Fall hatte Jaz Mott gerade noch einmal Glück. In Australien werden Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen mit bis zu 20.000 australischen Dollar (umgerechnet etwas mehr als 11.577 Euro) geahndet.

Titelfoto: 123RF/Laszlo Konya, Facebook/Jaz Mott

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