Baden im Meer oder Wandern im Harz: Wie Ausflüge jetzt möglich sind!

Deutschland - Das Leben kehrt an die Strände zurück. Mitunter waren sie wegen der Corona-Pandemie gesperrt. Zu Christi Himmelfahrt gibt es deutlich mehr Möglichkeiten. Bei Ausflügen ins Harz ist Vorsicht geboten.

Ein Frau in einer grünen Jacke betreibt bei schönem Wetter an der Strandpromenade die Sportart Walking, während Radfahrer links und rechts an ihr vorbeifahren.
Ein Frau in einer grünen Jacke betreibt bei schönem Wetter an der Strandpromenade die Sportart Walking, während Radfahrer links und rechts an ihr vorbeifahren.  © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

Ob an einem sonnigen Wochenende, zu Christi Himmelfahrt oder Pfingsten - die Menschen in Niedersachsen haben in der nächsten Zeit viele Möglichkeiten für Tagesausflüge. 

An den Stränden in Cuxhaven und Norddeich rechnet man schon zu diesem Wochenende mit Gästeandrang.

Was derzeit in der Corona-Krise erlaubt ist und was Reisende an der Küste und im Harz erwartet.

Wer darf an die Strände?

"An die Strände darf jeder", erklärte der Geschäftsführer des Tourismus-Service Butjadingen (Kreis Wesermarsch), Robert Kowitz. Auch im Kreis Cuxhaven sind Tagestouristen seit vergangener Woche wieder an den Stränden an Elbe und Außenweser willkommen. Zuvor durften wegen der Corona-Pandemie nur Einheimische sie betreten. "Wir haben momentan keine Einschränkungen", sagte Charleen Kallert von Cuxland-Tourismus.

Auch in Varel (Kreis Friesland) darf unter Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln jeder zum Meer kommen, wie Ingrid Funke vom Tourismus-Service Nordseebad Dangast sagte. 

Tagesausflüge ans Zwischenahner Meer im Kreis Ammerland sind ebenso möglich.

Was erwartet die Gäste?

Abgeschlossene Strandkörbe stehen am Strand. Jetzt werden sie wieder freigegeben.
Abgeschlossene Strandkörbe stehen am Strand. Jetzt werden sie wieder freigegeben.  © dpa/Sina Schuldt

In Butjadingen sind die drei Stände aufgebaut. Mehr als 100 Strandkörbe können "von jedem gemietet werden", so Kowitz. Auch in Cuxhaven stehen schon Strandkörbe - ebenso in Norddeich, und zwar alle 650. An den Dangaster Strand sind zu Wochenanfang die ersten Strandkörbe gekommen und ab Mittwoch mietbar, wie der Tourismus-Service Nordseebad Dangast mitteilte.

"Baden ist möglich, wenn einen die gegenwärtige Wassertemperatur von zwölf Grad nicht abschreckt", sagte Armin Korok, Geschäftsführer Tourismus und Bäder in Norddeich. Das Bad in der Nordsee wird dort ebenso wie in Cuxhaven, Butjadingen und Dangast allerdings noch nicht von Rettungsschwimmern überwacht. Das ist erst zu Ende Mai oder Anfang Juni vorgesehen. Bis dahin bleiben voraussichtlich auch die Schwimmbäder geschlossen.

Neben Sonnenbaden und Strandspaziergängen gibt es noch andere Freizeitangebote: Zum Beispiel Wattwandern, Adventure Golf, Bauernhof-Führungen oder Radverleih in Butjadingen. 

Auch viele Gastro-Betriebe haben unter Auflagen an den Ausflugszielen wieder auf. Tretbootfahren geht auf dem Zwischenahner Meer - an dem Binnensee lässt sich derzeit auch die Rhododendron-Blüte im Park der Gärten betrachten.

Gibt es besondere Corona-Maßnahmen?

Abstand ist wegen der Pandemie auch bei Strandkörben angesagt: Mindestens drei Meter in Cuxhaven und Dangast, fünf in Norddeich. "Ein Sicherheitsdienst sorgt dafür, dass die Körbe keine Beine bekommen. Er überwacht auch die Einhaltung der Abstandsregeln bei den Besuchern auf der Promenade und dem Deich", so Korok.

In Butjadingen wurden am Strand 25 Quadratmeter große Parzellen eingerichtet. Diese können mit Strandkörben, aber auch mit Handtüchern und Strandmuscheln benutzt werden. 

Auch Leitsysteme ins Wasser soll es geben.

Kann man auf die Ostfriesischen Inseln?

Der Zugang zu den Inseln ist nach wie vor beschränkt. Wie Bürgermeister und Tourismusverantwortliche betonten, solle der Tagestourismus noch längere Zeit unterbunden werden. 

So soll die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Erregers eingedämmt werden sowie Infektionsketten besser nachzuvollziehen sein.

Sind Touristen im Harz willkommen?

Blick auf den Baumwipfelpfad Harz.
Blick auf den Baumwipfelpfad Harz.  © dpa/Swen Pförtner

Kommt auf das Bundesland an. Im niedersächsischen Teil ist die Hoffnung auf eine weitere Wiederbelebung des Tourismus groß. "Viele Freizeitangebote haben geöffnet", warb Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbands für einen Besuch. Seilbahnen seien in Betrieb, Museen seien auf. So lange keine entsprechenden Ausgangsbeschränkungen oder -sperren durch die zuständigen Behörden erlassen werden, sei das Wandern und Spazieren gehen in den Harzer Wäldern erlaubt. Gleiches gelte für Radfahren oder Mountainbiken.

Im Ostharz sieht die Sache anders aus: Reisen nach Sachsen-​Anhalt aus touristischem Anlass sind untersagt. Dies gilt laut der Verordnung zunächst bis 27. Mai. So will die Landesregierung verhindern, dass Infektionen aus anderen Bundesländern eingeschleppt werden. 

Der Tourismusverband beklagt, dass Tagesausflüge in den Ostharz für Niedersachsen noch nicht möglich sind. "Wir verstehen uns als eine Region", begründete Geschäftsführerin Schmidt. 

Ihre Hoffnung sei jetzt, dass sich die Situation mit einer neuen Verordnung in Sachsen-Anhalt noch vor dem Pfingstwochenende entschärft.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner, dpa/Sina Schuldt, dpa/Mohssen Assanimoghaddam

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