So verändert Corona das Reiseverhalten der Deutschen: Beliebtes Ziel nicht mehr unter den Top Ten

München - Urlaub war in diesem Jahr für viele Deutsche nicht einfach. Wohin sollte die Reise bei Beschränkungen und Quarantänepflicht gehen? Eine Auswertung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) zeigt, wie dies das Reiseverhalten verändert hat.  

Gepackte Koffer werden in den Kofferraum seines Fahrzeuges geschoben. Wo ging die Reise in diesem Sommer hin? (Symbolbild)
Gepackte Koffer werden in den Kofferraum seines Fahrzeuges geschoben. Wo ging die Reise in diesem Sommer hin? (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa

Der ADAC hat die Routenanfragen seiner Mitglieder ausgewertet und mit den Vorjahren verglichen. 

Gerade der Zeitraum der Corona-Beschränkungen von Mai bis September 2020 zeigte Besonderheiten.

Warnungen des Auswärtigen Amtes machten sich im Reiseverhalten der Deutschen klar bemerkbar. 

"Mit 345.547 Routenanfragen wurden auch deutlich weniger Anfragen als in den vergangenen Jahren registriert", gab der ADAC in einer Mitteilung bekannt. 

Viele Deutsche haben sich in diesem Jahr (zwangsweise) für Urlaub im eigenen Land entschieden. 

Wie auch im vergangenen Jahr liegt Deutschland als beliebtestes Urlaubsland an der Spitze, hat aber mit 33,3 Prozent aber im Vergleich zum Vorjahr (29,9 Prozent) zugelegt. Das dahinterliegende Italien verzeichnet mit nur 14,9 Prozent große Verluste. 

Kroatien hingegen wurde beliebter und landete mit nun 14,3 Prozent auf Platz drei. Spanien schaffte es dafür gar nicht mehr in die Top 10, letztes Jahr lag das Land noch auch Rang sieben. 

Viele deutsche Reisende machen dieses Jahr Urlaub im eigenen Land.
Viele deutsche Reisende machen dieses Jahr Urlaub im eigenen Land.  © obs/ADAC

Auch gesuchte Regionen zeigen, wie beliebt Urlaub im eigenen Land ist

"Unter den beliebtesten Urlaubsregion landen im Covid-19-Jahr mit Istrien und der Dalmatinischen Küste gleich zwei kroatische Regionen auf den ersten beiden Plätzen. Abgestürzt ist die Region Gardasee", teilte der ADAC mit.

Der gerade für die Bayern leicht zu erreichte See lag im vorigen  Jahr noch auf Platz drei, musste sich nun mit Platz acht zufriedengeben. 

Auch die Auswertung der Regionen zeigt, dass es die Deutschen im eigenen Land hielt: Das südliche Oberbayern/Allgäu (Platz 3), Schleswig-Holstein (Platz 6) und die Ostsee/Mecklenburg-Vorpommern (Platz 7) kletterten nach oben. 

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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