Fake-Ferienwohnungen: So lassen sich die Betrugsversuche erkennen

Hannover - Angesichts der Corona-Pandemie ist auch in diesem Sommer Urlaub in Deutschland beliebter denn je. Die Nachfrage ist gewaltig, das Angebot begrenzt – das nutzen Betrüger aus.

Betrüger nutzen aus, dass viele Ferienwohnungen ausgebucht sind. (Symbolbild)
Betrüger nutzen aus, dass viele Ferienwohnungen ausgebucht sind. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen macht auf gehäufte Fälle von Fake-Anzeige für Ferienwohnungen im Internet aufmerksam. Die Angebote locken mit wunderschönen Bildern und unschlagbar günstigen Preisen.

"Auf den bekannten Online-Portalen wie Airbnb, eBay Kleinanzeigen oder FeWo-Direkt sind zurzeit immer wieder Anzeigen fingierter Ferienhäuser und -wohnungen zu finden", sagte Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Doch wenn die Urlauber dann am Ziel ankommen, erleben sie eine bittere Enttäuschung statt einer entspannten Zeit. Meist stehen sie vor leeren Grundstücken oder bereits anderweitig vermieteten Unterkünften.

Vulkan ausgebrochen: Kein Flugverkehr nach La Palma
Reisen Vulkan ausgebrochen: Kein Flugverkehr nach La Palma

In solchen Fällen rät die Expertin: "Betroffene sollten umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den jeweiligen Plattformbetreiber informieren". Dadurch könne zumindest verhindert werden, dass weitere Nutzer der Masche zum Opfer fallen.

Wenn im Voraus bezahlt wurde, sollten Geprellte mit ihrer Bank sprechen. Mit Glück ist eine Rückbuchung des Betrags möglich.

Diese Indizien sprechen für Betrug bei der Ferienhausbuchung

Im Reetdachhaus am Meer: So stellen sich viele Menschen ihren Urlaub vor. (Symbolbild)
Im Reetdachhaus am Meer: So stellen sich viele Menschen ihren Urlaub vor. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Wie lassen sich Betrugsversuche erkennen?

Die Verbraucherzentrale gibt dazu mehrere Tipps. Bereits, wenn eine genaue Beschreibung der Unterkunft fehlt, sollten Interessenten hellhörig werden.

Das Fehlen von Name, Anschrift und Telefonnummer des Vermieters sind ein weiteres Indiz für möglichen Betrug. Kontakt zum angeblichen Vermieter lässt sich dann nur per E-Mail oder über WhatsApp herstellen. "Vorsicht ist auch geboten, wenn der Kontakt verlangt, für die weitere Kommunikation die Buchungsplattform zu verlassen", sagt Körber.

Urlaub in Europa trotz Corona: Was geht und was nicht?
Reisen Urlaub in Europa trotz Corona: Was geht und was nicht?

Unseriöse Anzeigen fallen meist dadurch auf, dass bei der Buchung der vollständige Mietbetrag – nicht nur eine Anzahlung und unabhängig vom Reisezeitraum – sofort bezahlt werden soll. Zudem sollte die Überweisung des Mietpreises oder einer Anzahlung niemals außerhalb der Buchungsplattform erfolgen.

Sobald Bargeldtransferdienste wie Western Union oder MoneyGram ins Spiel kommen, sollten alle Alarmglocken läuten. Die Expertin rät in solchen Fällen dazu, vom Angebot besser abzusehen, da sie oft unsicher und ein Hinweis auf einen Betrugsversuch seien.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Reisen: