Corona-Krise bringt nächste Hiobsbotschaft für Lufthansa

Frankfurt am Main - Die Lufthansa muss ihren Platz im Deutschen Aktienindex (DAX) räumen. 

Das Logo der Deutschen Lufthansa ist auf einem Flugzeug am Flughafen Frankfurt am Main zu sehen (Symbolbild).
Das Logo der Deutschen Lufthansa ist auf einem Flugzeug am Flughafen Frankfurt am Main zu sehen (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Von diesem Montag an wird Deutschlands größte Fluggesellschaft im MDax der mittelgroßen Werte gehandelt. Ihren Platz in der ersten deutschen Börsenliga übernimmt der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen. Berlin bekommt damit wieder einen Vertreter unter den 30 Konzernen im Dax.

Dax-Gründungsmitglied Lufthansa war fast genau 32 Jahre im deutschen Leitindex gelistet. Maßgeblich für die Zugehörigkeit sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung). In der Corona-Krise war die Lufthansa schwer unter Druck geraten, der Aktienkurs brach ein.

Ein rund neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket soll das Unternehmen stabilisieren, Konzernchef Carsten Spohr hat harte Einschnitte angekündigt. Die Zustimmung der Aktionäre dazu bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag (25. Juni) ist jedoch nicht in Sicht.

Großaktionär Heinz Hermann Thiele, der inzwischen gut 15 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft hält, könnte sich querstellen.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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