Hohe Strafen bei Nichtbeachtung: NRW kontrolliert Quarantänepflicht von Reiserückkehrern!

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) hat stichprobenartige Kontrollen der 14-tägigen Quarantänepflicht von Reiserückkehrern aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten angekündigt.

Reisende stehen vor den Schaltern am Flughafen Faro. Das Robert Koch-Institut hat Portugal jüngst als Virusvarianten-Gebiet eingestuft.
Reisende stehen vor den Schaltern am Flughafen Faro. Das Robert Koch-Institut hat Portugal jüngst als Virusvarianten-Gebiet eingestuft.  © Vasco Célio/dpa

"Und unsere Gesundheitsämter werden auch stichprobenartig kontrollieren, ob die Leute in Quarantäne sind", sagte Laumann am Mittwoch dem Radiosender WDR5.

"Also, wer aus diesen Ländern nach Deutschland zurückkehrt, muss damit rechnen, dass er kontrolliert wird und dann gibt es ja auch ganz hohe Strafen, wenn man sich nicht dran hält."

Deutschland hat nach Angaben der Bundesregierung für die sogenannten Virusvarianten-Gebiete europaweit die strengsten Regeln.

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Wer aus Ländern wie Indien oder Großbritannien zurück in die Bundesrepublik kommt, muss demnach 14 Tage in Quarantäne und kann sich nicht "freitesten" lassen.

Seit Dienstag sind wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auch Portugal und Russland als Virusvarianten-Gebiete eingestuft.

Laumann warb dafür, gerade auch nach dem Urlaub die landesweit 9000 Testzentren in NRW rege zu nutzen, in denen sich derzeit rund 300.000 Menschen pro Tag testen ließen.

"Testen ist die beste Möglichkeit solidarisch zu sein, damit wir die Sache im Griff behalten", betonte Laumann. Es wäre sehr gut, wenn sich jeder Urlauber vor seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz und zu den Arbeitskollegen testen lassen würde.

Auch wenn jemand beispielsweise am Wochenende viele Kontakte hatte, wäre das gut. Das Testen sei die Brücke, bis voraussichtlich Anfang September eine hohe Impfquote erreicht werden könne.

Titelfoto: Vasco Célio/dpa

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