Trotz Krise: Meyer-Werft baut Kreuzfahrtschiff mit Luxus-Wohnungen

Papenburg - Die Meyer-Werft hat trotz der Krise in der Kreuzfahrt-Branche einen weiteren Auftrag gewonnen: Sie soll bis Ende 2025 ein Appartementschiff mit 117 Luxuswohnungen bauen.

Die Computerdarstellung zeigt des Appartementschiff "Njord".
Die Computerdarstellung zeigt des Appartementschiff "Njord".  © Meyer-Werft/dpa

Auftraggeber für die 289 Meter lange "Njord" sei die Ocean Residences Development Ltd. (ORD/Malta), teilte die Meyer-Werft am Freitag in Papenburg an der Ems mit.

Endgültig hänge der Auftrag vom Vorverkauf der Appartements ab. Nach ORD-Angaben sei die Nachfrage nach Reservierungen aber groß.

"Das ist ein weiterer, sehr wichtiger Schritt für die Standortsicherung in Papenburg", sagte Thomas Weigend, einer der Geschäftsführer der Meyer-Werft.

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Der Auftrag verbessere die Auslastung für die absehbar schwierigen Jahre 2024/25. Wegen des Corona-Stillstands im Kreuzfahrttourismus muss Deutschlands größte Werft langsamer bauen und 1,2 Milliarden Euro einsparen. In dieser Woche vereinbarten Geschäftsführung und Arbeitnehmerseite, 450 Stellen bis Ende 2023 abzubauen.

2020 gelang es der Meyer-Werft, den weltweit einzigen Auftrag für ein neues Kreuzfahrtschiff der japanischen Großreederei NYK an Land zu ziehen.

Meyer baut auch an zwei Tankschiffen für die Deutsche Marine mit, wobei Hauptauftragnehmer die Bremer Lürssen-Werft ist.

Mehr als 80.000 Räume geplant

Blick auf die Produktionsstätte der Meyer-Werft.
Blick auf die Produktionsstätte der Meyer-Werft.  © Tobias Bruns/dpa

Die "Njord" soll für etwa 1000 Personen einschließlich Besatzung ein ständiges, aber mobiles Heim bieten. Sie wird aber auch für Expeditionen und Forschungsmissionen ausgerüstet sein. Antrieb und Energieversorgung sollen besonders umweltfreundlich sein.

Mit einer Bruttoraumzahl von 84.400 ist die "Njord" für die Meyer-Werft ein eher kleines Schiff. Die Werft baut sonst doppelt so große Kreuzfahrtschiffe in Serie.

Deshalb bedeuten die Neuaufträge nach Firmenangaben für die Entwicklungsabteilungen viel Arbeit, weniger für die Fertigung.

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An den Marinetankern wird vor allem die Meyer-Tochter Neptun in Rostock mitbauen.

Titelfoto: Meyer-Werft/dpa

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