Neues Leben für altes Schiff: "Queen Mary" soll Corona-Klinik werden!

Long Beach (USA) - Im US-Bundesstaat Kalifornien werden dringend Kapazitäten zur Versorgung von Corona-Patienten benötigt. Auf der Suche danach wird die Stadt Long Beach kreativ.

Die Queen Mary verfügt über 365 Zimmer.
Die Queen Mary verfügt über 365 Zimmer.  © 123RF/Andrew F. Kazmierski

In den 1930er bis 1960er Jahren war die "RMS Queen Mary" ein geachtetes Kreuzfahrtschiff. Bis zu 2280 Passagiere konnten mit dem Schiff von Großbritannien nach Amerika übersetzen.

Mit einem größeren und stetig wachsenden Angebot an Flugreisen wurde dieses Riesen-Schiff jedoch unrentabel und somit überflüssig. 

Seitdem liegt es an der US-amerikanischen Küste vor Long Beach an und wird als schwimmendes Hotel mit 365 Zimmern benutzt. Auch ein Museum und Tagungszentrum befinden sich an Bord.

Doch in der momentan andauernden Corona-Krise könnte das Schiff noch einmal umfunktioniert werden, wie ein Stadtsprecher andeutete. 

Denn die Stadt Long Beach verzeichnet bereits um die 200 Corona-Patienten und sucht nach neuen Pflege-Möglichkeiten, wie die Long Beach Post berichtet.

Eine Veranstaltungshalle wird derzeit bereits in eine Art 100-Betten-Klinik umgebaut. Reichen wird dies jedoch in der aktuellen Entwicklung nicht.

Vom Kreuzfahrtschiff zu einem Hotel zur Not-Klinik

Direkt vor Long Beach liegt das Schiff an.
Direkt vor Long Beach liegt das Schiff an.  © 123RF/jovannig

"Die Stadt koordiniert Pläne für Pflegeeinrichtungen und mehr, um sicherzustellen, dass wir weiterhin auf die Bedürfnisse unserer Gemeinde vorbereitet sind", kommentiert ein Stadtsprecher die aktuelle Lage in der Long Beach Post. 

Und weiter: "Die 'Queen Mary' ziehen wir in Betracht. Wir erarbeiten einen Plan, den wir bald bekannt geben werden."

Die Stadt hält sich also bedeckt und will nicht gleich zu viele Details verraten. Doch es sieht so aus, als würde dem alten Schiff neues Leben eingehaucht werden.

Das ist indes nicht die erste Zweckentfremdung des Luxus-Liners: Im Zweiten Weltkrieg wurde der Kreuzfahrtriese schon einmal umgebaut, um in Summe 15.000 Soldaten sicher an ihr Ziel zu bringen.

Ein städtisch angestellter Sachverständiger sah zum Ende des vergangenen Jahres zwar Probleme daran, das Schiff weiter zu bewirtschaften. Details wurden aber nicht bekannt gegeben. Der Sachverständige wurde gekündigt.

Vielleicht lässt sich der Plan der Stadt tatsächlich umsetzen. In diesem Fall könnte schon bald dieses geschichtsträchtige Schiff wieder im Einsatz sein.

Titelfoto: 123RF/Andrew F. Kazmierski

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