Mann dreht im Zug durch und bedroht Reisende auf skurrile Weise

St. Pölten (Österreich) - In einem Railjet-Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf dem Weg von Wien in Richtung Deutschland geschah am Dienstag ein skurriler Übergriff.

In einem Railjet-Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) geschah der Übergriff. (Symbolbild)
In einem Railjet-Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) geschah der Übergriff. (Symbolbild)  © dpa/Arno Burgi/lbn

Wie die Polizei in Niederösterreich erst am heutigen Freitagmittag mitteilte, wurde gegen 6.15 Uhr ein Notruf von einem Zugbegleiter abgesetzt, wonach ein Reisender im Railjet auf der Fahrt nach Salzburg Probleme verursache.

Ein 36-jähriger Ungar fuchtelte im Zug kurz nach der Abfahrt am Wiener Hauptbahnhof mit seinem Akkuschrauber herum. Andere Reisende soll er mit dem Werkzeug auch bedroht haben.

Der Mann habe den Akkuschrauber "ähnlich wie eine Schusswaffe gehalten, auf andere Personen gezielt und sich gegenüber diesen aggressiv verhalten", so die Polizei.

Manche Zugfahrende dachten dabei, es handelte sich um eine Waffe. Sie fielen in Panik und flüchteten in andere Zugabteile.

Nur Minuten danach folgt Verhaftung

Der Mann bedrohte andere Reisende mit einem Akkuschrauber. (Symbolbild)
Der Mann bedrohte andere Reisende mit einem Akkuschrauber. (Symbolbild)  © 123RF/Serhii Kucher

Womit der Ungar nicht rechnete: Im Zug befand sich eine Polizistin auf dem Weg zu ihrer Arbeit in Linz. Sie wurde auf den skurrilen Überfall aufmerksam und begab sich kurzentschlossen in den Dienst.

So teilte ihm mit, dass sie Polizistin ist und attackierte den 36-Jährigen. Den Bohrer konnte sie ihm sofort aus der Hand schlagen. Mit der Hilfe von mehreren Schaffnern konnte sie den Mann anschließend auch festhalten, teilte die Polizei mit. 

Am Bahnhof St. Pölten, nur etwa 10 Minuten nach seinem Ausraster, wurde der Akkuschrauber-Mann aus dem Zug geworfen und an die Polizei übergeben.

Dort stellte sich schließlich eine gesundheitliche Beeinträchtigung heraus, aufgrund dessen der Ungar in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Es entstand bei dem merkwürdigen Angriff am Dienstagmorgen kein Sachschaden und niemand wurde verletzt. 

Der Mann wurde wegen des Verdachts der gefährlicher Drohung bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.

Titelfoto: dpa/Arno Burgi/lbn, 123RF/Serhii Kucher

Mehr zum Thema Reisen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0