Ohne Corona-Maßnahmen: So schön kann jetzt wieder Urlaub auf der Insel Phuket sein

Phuket (Thailand) - Endlich wieder eine Fernreise und Urlaub ohne Corona-Maßnahmen genießen? Das soll ab 1. Juli auf der Ferieninsel Phuket wieder möglich sein. Thailand will dort geimpften Urlaubern unbeschwerte Ferien wie vor Corona ermöglichen - als Modellprojekt für weitere Regionen des Landes. Wer noch nie da war, kann sich auf herrliche Strände, freundlich-lächelnde Menschen und jede Menge Buddhas freuen. Wer Phuket schon kennt, kann die Insel neu entdecken: Sind die Naschmärkte wieder offen und ist das Nachtleben so bunt wie früher?

Tropeninseln wirken von oben wie grüne Kleckse im türkisfarben Ozean. Koh Kaeo - auch Buddha Island genannt - liegt nur 20 Minuten Bootsfahrt südlich von Phuket. Die Riffe hier gelten als Taucherparadiese.
Tropeninseln wirken von oben wie grüne Kleckse im türkisfarben Ozean. Koh Kaeo - auch Buddha Island genannt - liegt nur 20 Minuten Bootsfahrt südlich von Phuket. Die Riffe hier gelten als Taucherparadiese.  © 123RF/lakhesis

Bummeln ohne Maske, einkaufen in kleinen Boutiquen, ein Bierchen in Bars, ausladende Buffets im Hotel - allein das klingt für ausgehungerte Reisende in Corona-Zeiten schon wie ein Traum. Die Thailänder setzen noch eins drauf und haben sich für das Modellprojekt ihre wohl schönste Urlauberinsel ausgesucht.

Phuket bietet alles, was das Herz der Reisefiebrigen höher schlagen lässt: Wasserfälle im Regenwald, Tempel und Buddhas, buntes Nachtleben, exotische Speisen und natürlich Traumstrände.

Als Kontrastprogramm zu Sonne und Strand düst man mit dem Moped über die Insel, das man an jeder Ecke günstig mieten kann.

Damit geht's zu den Kautschuk-Plantagen und Kokosnuss-Hainen im Inselinneren. Man kommt zudem an vielen Buddha-Statuen vorbei, kann insgesamt 29 buddhistische Tempel besuchen.

Der größte ist der Wat Chalong, acht Kilometer südöstlich von Phuket-Stadt. Die mit 45 Metern Höhe größte Buddha-Statue Thailands sitzt auf dem Berg Nagakerd. Er gilt als Wahrzeichen der Insel.

Wer hochkraxelt, wird mit einem prächtigen Ausblick auf die Ostküste belohnt.

Berühmter James-Bond-Felsen liegt in Sichtweite vor Phuket

Die Phang Nga Bay ist vor allem für den Felsen bekannt, der im "James Bond"-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" auftauchte.
Die Phang Nga Bay ist vor allem für den Felsen bekannt, der im "James Bond"-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" auftauchte.  © 123RF/Ihar Balaikin

Der bunteste und mit 250 Jahren auf dem Buckel auch älteste Tempel ist Wat Phra Nang Sang (übersetzt: von einer Frau erbaut) mit einem liegenden Buddha. Nach der Besichtigung des eleganten Tempels (beim Betreten immer Schuhe ausziehen) geht's an den nur sechs Kilometer entfernten Bang Tao Beach zum Baden.

An der Westküste reiht sich Traumstrand an Traumstrand. Am 15 km langen Mai Khao Beach döst man im Schatten von Kasuarinen und kann bei Ebbe und Flut gleichsam gut schwimmen. Naithon Noi Beach liegt in einer einsamen Bucht. Der Layan Beach galt vor Corona als Geheimtipp. Ob es die Bambus-Bars mit Reggae-Musik noch gibt?

Wem's dort zu trubelig ist, mietet sich ein Langboot und lässt sich zu einem der vielen einsamen Mini-Eilande in der Andamanensee fahren. Dort ist man ganz einsam. Nur Sand und Meer. Ein Sonnenschirm kann hilfreich sein!

Tipp für einen Tagestrip: zur Fotosafari in die Phang Nga Bay zum legendären James Bond Kalksteinfelsen fahren, wo 1974 der Bond-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" mit Roger Moore und Christopher Lee gedreht wurde.

Zum Sonnenuntergang wird am südlichsten Inselkap in Laem Phrompthep mit Blick aufs Meer und die vorgelagerten Inselchen der Sonnenuntergang zelebriert. Und danach taucht man ins Nachtleben von Patong ein.

Phuket ohne Maske und Corona-Tabus - bei diesem Experiment möchte man gern Versuchskaninchen sein.

Phuket im Schnellcheck

Unbedingt besuchen, doch bloß nicht am Wochenende: Im Wat Chalong mit den Wachsfiguren zweier prominenter Medizin-Mönche tummeln sich an Wochenenden nicht nur Tausende Touristen, sondern auch viele gläubige Thais.
Unbedingt besuchen, doch bloß nicht am Wochenende: Im Wat Chalong mit den Wachsfiguren zweier prominenter Medizin-Mönche tummeln sich an Wochenenden nicht nur Tausende Touristen, sondern auch viele gläubige Thais.  © imago images/UIG

Phuket ist die größte Insel Thailands, liegt in der Andamanensee - einem Randmeer des Indischen Ozeans. Das Eiland liegt 900 Kilometer nördlich des Äquators, 75 Flugminuten von der Hauptstadt Bangkok entfernt.

Die Ferieninsel ist 50 km lang, 22 km breit, mit 543 Quadratkilometern etwa so groß wie zwei Drittel von Hamburg und nur durch eine schmale Meerenge vom Festland getrennt.

70 Prozent der Insel sind von Bergen bedeckt, in denen früher Zinnbergbau stattfand. Im Sirinat Nationalpark im Inselnorden findet man sogar noch etwas Dschungel.

25 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Hier wohnen auch viele aus Indien eingewanderte Sikhs und Thai-Chinesen. Die rund 320.000 Einwohner leben meist vom Tourismus, aber auch von Fischfang und Perlenzucht.

Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April, wenn es sehr sonnig und bis zu 35 Grad warm ist. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober.

Die Einreisebedingungen für Thailand im Überblick

Duften wie Lotusblumen: Geschnitzte Seifen sind Verkaufsschlager auf dem berühmten Nachtmarkt der Walking Street in der Altstadt von Phuket.
Duften wie Lotusblumen: Geschnitzte Seifen sind Verkaufsschlager auf dem berühmten Nachtmarkt der Walking Street in der Altstadt von Phuket.  © imago images/Robert Harding

Ab 1. Juli können Geimpfte nach Phuket reisen, ohne in Quarantäne gehen zu müssen. Zur Einreise braucht man Impfpass oder -App als Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung. Ein PCR-Test bei Ankunft am Flughafen bleibt obligatorisch.

Außerdem muss man eine App zur Kontaktverfolgung auf der Insel herunterladen. Bis Juli sollen auf Phuket 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, um Herdenimmunität zu erreichen.

Aktuell müssen sich alle Thailand-Touristen nach ihrer Ankunft in eine siebentägige Quarantäne begeben, dürfen ihr Hotelzimmer dabei nicht verlassen.

Das südostasiatische Land mit seinen 70 Millionen Einwohnern ist vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen (35.900 Fälle/97 Corona-Tote) und ist vom Auswärtigem Amt derzeit nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft. Doch wegen Reisen zum Neujahrsfest Songkran steigen momentan die Infektionszahlen.

Reisetipp: Einen Phuket-Trip als Pauschalreise buchen, denn der Sicherungsschein als gesetzlicher Insolvenzschutz rettet im Pleitefall vor Zahlungsausfällen.

Titelfoto: Montage: imago images/Robert Harding, 123RF/lakhesis, imago images/UIG, 123RF/Ihar Balaikin

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