Urlaub während Corona: An diesen Stränden seid Ihr vor dem Virus sicher!

Europa - Bundesaußenminister Heiko Maas (53) verkündete am Mittwoch die baldige Aufhebung der Reisewarnung (TAG24 berichtete im Liveticker). Grund genug, jetzt einmal genauer herauszufinden, wo der Strand-Urlaub auch wirklich sicher verbracht werden kann.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, gibt ein Pressestatement vor dem Auswärtigen Amt.
Heiko Maas (SPD), Außenminister, gibt ein Pressestatement vor dem Auswärtigen Amt.  © dpa/Kay Nietfeld

Die belgische Reise-Website "European Best Destinations" verglich dafür eine Vielzahl an europäischen Stränden.

Für die Experten war dabei nicht nur relevant, wie stark das jeweilige Land von der Coronavirus-Pandemie betroffen war. Auch die Größe eines jeden Strandes wurde verglichen.

Weiterhin stellte das Reise-Portal fest, dass ein größer Strand nicht unbedingt mehr Platz bedeuten muss. Deshalb wurden Vorjahreszahlen der Besucher ins Verhältnis zur Fläche gesetzt und so eine Quote ermittelt, wie viele Quadratmeter jedem Touristen zur Verfügung standen.

Große Verfügbarkeiten von Ferienhäusern und Villen wirkte sich positiver aus, als wenn eine Region nur Hotels mit dem damit einhergehenden erhöhten Ansteckungspotenzial hat.

Zu guter Letzt zogen die Experten die Anzahl an Betten von Krankenhäusern in der Umgebung und deren Kompetenzen in die Wertung ein.

Welche zehn Strände aufgrund dieser Faktoren die Corona-sichersten in Europa sein sollen, lest Ihr hier.

10. Platz: Binz auf Rügen, Deutschland

Einzelne Spaziergänger gehen am Strand im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen.
Einzelne Spaziergänger gehen am Strand im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen.  © dpa/Stefan Sauer/dpa-Zentralbild

Die Kritiker loben am Binzer Strand vor allem die Länge: Über 5 Kilometer feinster Sandstrand stünden Reisenden aus Europa hier auf der Insel Rügen zur Verfügung.

Die Anreise per Flugzeug zum Flughafen Rostock mit anschließend einstündiger Autofahrt sei sehr entspannt.

Weiterhin war Deutschland im Schnitt zehnmal weniger vom Coronavirus betroffen als andere europäische Länder. In Mecklenburg-Vorpommern an sich gab es zudem wesentlich weniger Corona-Patienten als in anderen Teilen Deutschlands.

"European Best Destinations" weiter: "Die Insel Rügen ist ein perfektes Reiseziel für Naturliebhaber." Auch in Sellin oder Göhren gäbe es schöne Strände, die nicht ausgebucht sein würden in diesem Jahr.

9. Platz: Nida, Litauen

Blick von der Aussichtsplattform der 52 Meter hohen Parnidis Düne bei Nida.
Blick von der Aussichtsplattform der 52 Meter hohen Parnidis Düne bei Nida.  © dpa/Alexander Welscher

In Nida können Touristen gut von den sozialen Netzwerken abschalten und sich mit der Natur verbinden, schreibt "European Best Destinations". Der Ort liegt vier Stunden von der Hauptstadt Vilnius entfernt.

Reisende erwartet neben einer beeindruckenden Flora und Fauna ein knapp 100 Kilometer langer Sandstrand, der wirkt, als sei "vom Rest der Welt abgeschnitten".

Das Besondere in Nida: Am Strand wächst hier und da Wald auf den Dünen. Auch Aussichtsplattformen gewähren stellenweise eine schöne Sicht auf das Meer.

Litauen war von der Corona-Pandemie kaum betroffen. 40-fach weniger Fälle meldet die Reiseplattform. Das Portal weiter: "Nur Deutschland und Österreich haben mehr Krankenhausbetten."

8. Platz: Jurmala, Lettland

Am Strand von Jurmala steht ein Klavier, das jedermann spielen darf.
Am Strand von Jurmala steht ein Klavier, das jedermann spielen darf.  © dpa/Alexander Welscher

In Lettland gibt es einen wahrhaft ausgezeichneten Strand: 33 Kilometer feiner und reiner Sand wurden mit dem "EDEN"-Titel gekrönt. Eine europäische Kommission zeichnete bislang über 90 Naturziele mit diesem Titel aus, die besonders Nachhaltig sind.

Am Jurmala-Strand gibt es unzählige Jugendstil-Holzvillen und Hotels mit Spa-Bereichen, die zum Verweilen einladen.

In der Stadt gibt es kaum Autoabgase wahrzunehmen, viel mehr riechen Reisende hier die Seeluft und den Duft von Kiefern, die überall in Jurmala stehen.

Lettland wurde sogar noch weniger vom Coronavirus getroffen: Nur ein Sechzigstel der Corona-Fälle im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gab es hier.

7. Platz: Meia Praia in Lagos, Portugal

Meia Praia liegt direkt in Lagos und bietet einen flachen Zugang zum Atlantik.
Meia Praia liegt direkt in Lagos und bietet einen flachen Zugang zum Atlantik.  © 123RF/Vitaly Fedotov

Lagos wurde etwa 40 Mal weniger vom Coronavirus getroffen als viele andere Städte in Europa. Für "European Best Destinations" macht unter anderem das die portugiesische Region zu einem der besten Ziele diesen Sommer.

Über fünf Kilometer Länge zieht sich der sehr breite "Meia Praia"-Strand im Osten der historischen Stadt. In dieser gibt es übrigens viele hippe Cafés, trendige Geschäfte und große Obst- und Fischmärkte mit frischen Angeboten.

Am Strand soll man laut den Experten nicht einmal dann Probleme haben, einen Liegeplatz zu finden, wenn viele Besucher einen Ausflug an den Atlantik unternehmen.

Wem der Strand dennoch zu überfüllt scheint, der kann einen der unzähligen anderen, jedoch auch kleineren, Strände um Lagos besuchen.

6. Platz: Ghajn Tuffieha, Malta

Rundum Natur pur: Der Strand von Ghajn Tuffieha bietet einen atemberaubenden Ausblick.
Rundum Natur pur: Der Strand von Ghajn Tuffieha bietet einen atemberaubenden Ausblick.  © 123RF/Pavel Dudek

Malta hatte großes Glück in der Corona-Krise: Aufgrund der Insel-Situation konnte sich das Land gut abschotten. Zudem waren bis zum Höhepunkt der Krise kaum Touristen in dem Land. Deshalb wurde es 55 Mal weniger getroffen, als andere europäische Staaten.

Aufgrund einer Vielzahl an Krankenhausbetten könnten sich die Einheimischen laut "European Best Destinations" sogar gut um Touristen kümmern, sollte es zum Ernstfall kommen.

Doch auf der Mittelmeer-Insel ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken so gering, dass es den 6. Platz im großen Vergleich gab. Dazu trug auch das wunderschöne türkisfarbene Wasser bei, das die Insel ummantelt.

Auch die historischen Reichtümer Maltas und zahlreiche verborgene Schätze führten zur guten Platzierung.

Der "Riviera Bay Beach" in Ghajn Tuffieha ist unter Urlaubern die beliebteste Möglichkeit, um im Wasser zu planschen. Aber die Reise-Experten empfehlen auch die kleinere Insel Gozo mit ihren Stränden. Dort ist oftmals nicht all zu viel los.

5. Platz: Halikounas auf Korfu, Griechenland

Beim Paragliding am Halikounas-Strand gibt's direkt mehr Wasser zu sehen: Denn ein See ist direkt neben dem Meer.
Beim Paragliding am Halikounas-Strand gibt's direkt mehr Wasser zu sehen: Denn ein See ist direkt neben dem Meer.  © 123RF/Simon Dannhauer

Paragliding, also an einer Art Fallschirm in der Luft hängen und von einem Motorboot gezogen werden, empfiehlt "European Best Destinations" an dem Halikounas Strand auf der Insel Korfu. So komme man auf einem einfachen Wege in den Genuss der atemberaubenden Natur.

Denn die Insel ist bekannt dafür, besonders viel verschiedene Grünpflanzen zu beherbergen. Seltene Sträucher, Bäume und Pflanzen gibt es hier überall, sogar am über drei Kilometer langen "Halikounas" Strand.

Die Reise nach Griechenland ist dabei so sicher, wie kaum in ein anderes Land. Bei der Ankunft am Flughafen von Korfu messen Beamte die Körpertemperatur der Reisenden, die Filter von Klimaanlagen in Hotelzimmern müssen regelmäßig getauscht werden und Masken sowie Desinfektion gibt es in großen Mengen.

An den griechischen Stränden gelten zudem besondere Abstandsregeln, die einen Aufenthalt ganz entspannt machen, da es so zu keinen Rangelein um den größten Liegeplatz auf dem Sand kommt.

4. Platz: Porto Santo, Madeira, Portugal

Zwar liegen ein paar Steine am Strand, aber dafür bietet er auch viel Platz: Porto Santos Strand ist einzigartig.
Zwar liegen ein paar Steine am Strand, aber dafür bietet er auch viel Platz: Porto Santos Strand ist einzigartig.  © 123rf/Eugene Sergeev

Portugal an sich wurde schon nicht hart von der Pandemie getroffen. Die Region Madeira wiederum wurde innerhalb des ganzen Landes am wenigsten von der neuartigen Lungenkrankheit heimgesucht.

Auch hier liegt es scheinbar an dem Umstand, dass Madeira eine Insel ist. Dies begünstigt auch sämtliche Strand-Freunde, denn davon gibt es auf Madeira allerhand.

Der goldschimmernde Sand am Strand der kleineren Insel Porto Santo ist dabei weltbekannt. Manche Gesundheitsexperten sprechen laut "European Best Destinations" von einer therapeutischen Wirkung bei Rheuma des Sandes. Er soll sogar zu einer schnelleren Heilung von Knochenbrüchen beitragen.

Den heißen Sand gibt es in verschiedenen Spas speziell aufbereitet. Wahlweise auch in Kombination mit Meereswasser.

Auf neun Kilometern erstreckt sich der Sandstrand von Porto Santo. Schatten finden Touristen unter zahlreichen Palmen.

3. Platz: Halbinsel Hel, Polen

Geformt wie Miami Beach, aber in Europa: die Halbinsel Hel in Polen.
Geformt wie Miami Beach, aber in Europa: die Halbinsel Hel in Polen.  © 123RF/Mariusz Pietranek

Polen zählt neben Griechenland und Portugal zu den am wenigsten getroffenen Ländern in der Corona-Krise.

Die Reisespezialisten von "European Best Destinations" empfehlen deshalb unbedingt einen Flug oder eine Zugfahrt nach Gdansk. Es soll eine der schönsten Städte in Europa sein.

Von dort aus sei es nur noch ein Katzensprung nach "Hel Peninsula". Auf der länglichen Halbinsel erwarten Reisende einen Sandstrand, der 35 Kilometer lang und mindestens 30 Meter breit ist.

Für sportliche Urlauber empfiehlt die Reise-Website eine Radtour entlang der polnischen Ostseeküste. Gut 20 Stunden würden Radfahrer unterwegs sein. Mit Stops an den Sehenswürdigkeiten kämen so vier bis fünf entspannte Tage zusammen.

2. Platz: Comporta, Portugal

Direkt am Abhang: Der Strand in Comporta.
Direkt am Abhang: Der Strand in Comporta.  © 123RF/Manuel Ribeiro

Diesen Strand kennen Madonna-Fans nur zu gut. Oft ritt der Pop-Star hier mit ihrem Pferd entlang und zeigte dies auch in Musikvideos.

Nun wird der Madonna-Insider-Strand in der Comporta Region zum Geheimtipp für auf Corona-sicheres Reisen bedachte Urlauber. Denn die Comporta-Region wies kaum Krankheitsfälle auf. Rund 600 Mal mehr Corona-Fälle soll es in anderen Ländern Europas gegeben haben.

Das macht den 20 Kilometer langen Strand, den bislang hauptsächlich Einheimische nutzten, um baden zu gehen, zum idealen Aufenthaltsort für Reisende.

Überfüllt soll der Strand nicht einmal im Hochsommer sein. Kleine Hotels, Ferienhäuser und private Villen laden zum Übernachten ein.

Wer am Strand von Comporta ist, soll auch einmal nach Lissabon fahren. Die portugiesische Hauptstadt sei absolut sehenswert, urteilten bereits mehrere Reiseführer.

1. Platz: Monolithi in Preveza, Griechenland

Eine traumhafte Lage und die größte Sicherheit vor dem Coronavirus bietet Preveza in Griechenland.
Eine traumhafte Lage und die größte Sicherheit vor dem Coronavirus bietet Preveza in Griechenland.  © 123RF/Jove Pargovski

22 Kilometer Sandstrand erwarten Reisende am "Monolithi Strand" in Preveza. Es ist somit einer der längsten Strände in diesem Ranking, aber auch generell europaweit. Stellenweise ist er sogar 80 Meter breit, berichtete "European Best Destinations".

Wie schon in Comporta sollen Urlauber auch hier keine Probleme haben, einen schönen Platz auf dem warmen Sand zu finden - trotz des geltenden vier Meter Sicherheitsabstands.

In Preveza gibt es viele große Resort Hotels, aber auch Familien-Villen, Ferienhäuser und Pensionen. Selbst bei 100-prozentiger Belegung soll sich immer ein Plätzchen am Strand finden lassen, versprechen die Reise-Experten.

Aufgrund der Corona-Krise sind in diesem Jahr Liegestühle kostenfrei mietbar in Preveza. Die Steuern auf viele Dienstleistungen und Verkehrsmittel wurden zudem reduziert. 

Für die Urlaubs-Website ist der Ort aufgrund der geringen Kosten somit zum "Anti-St.-Tropez" geworden, in dem man dennoch genauso gut entspannen kann. 

Titelfoto: 123rf/Eugene Sergeev, dpa/Stefan Sauer/dpa-Zentralbild, 123RF/Vitaly Fedotov

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