Urlaubsparadies Curaçao: Das sind die sieben Lockmittel der Meeresinsel

Curacao - Die meisten Urlauber kommen mit Kreuzfahrtschiffen und gehen für einen Tag auf Curaçao vor Anker. Nicht selten verlieben sie sich bei diesem Schnuppertag in die größte der drei ABC-Inseln und kommen später für einen längeren Urlaub zurück. Dann haben sie ihr Ziel erreicht - die sieben Lockmittel Curaçaos.

Curaçao beweist Geschmack - einfach ausstrecken und das Leben genießen.
Curaçao beweist Geschmack - einfach ausstrecken und das Leben genießen.  © imago images / Westend61

Das erste Verlockung sind die puderweißen Sandstrände. Karibikflair pur. Man muss nur noch die passende Kokospalme finden, auf deren Stamm man sich für ein typisches Beweis-Selfie gekonnt in Szene setzt. Und winken, bitte. Förmlich abwinken möchte man, wenn man sich den schönsten Strand aussuchen will.

Es gibt schließlich über 40 davon, oft nicht lang und ruhig gelegen. Zwischen Luft- und Wassertemperatur gibt's kaum einen Unterschied, zumeist warten beide mit 26 bis 28 Grad auf. Lockmittel zwei ist das traumhafte Klima.

Nummer drei findet sich unter Wasser - ein Eldorado für Schnorchler und Taucher. Sie können ein 60 Kilometer umfassendes Korallenriff nach mehr als 500 farbenprächtigen Fischarten abgrasen oder mit Meeresschildkröten und Manta-Rochen schwimmen. Unvergesslich!

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Im Sea Aquarium lässt sich die Karibik-Unterwasserwelt bestaunen, ohne nass zu werden.

Beliebtes Fotomotiv in der quirligen Inselhauptstadt Willemstad: mannshoher Schriftzug "CURACAO" in der City.
Beliebtes Fotomotiv in der quirligen Inselhauptstadt Willemstad: mannshoher Schriftzug "CURACAO" in der City.  © imago images / Alexander Pohl

Curaçao: Entdeckernationen haben hier Spuren hinterlassen

Überragender Ausblick: Von Kreuzfahrtschiffen schaut man auf die bonbonbunten Fassaden der Häuser (F.r.) - Niederlande auf Karibisch.
Überragender Ausblick: Von Kreuzfahrtschiffen schaut man auf die bonbonbunten Fassaden der Häuser (F.r.) - Niederlande auf Karibisch.  © imago images / Westend61

Lockmittel vier ist das Heimatgefühl, das sich sofort einstellt. Die Inselhauptstadt Willemstad sieht schließlich wie ein Stückchen Zuhause aus.

Kein Wunder, haben hier doch Entdeckernationen wie England, Frankreich, Portugal und vor allem die Niederländer ihre Spuren hinterlassen - inklusive bonbonfarbener Fassaden. Allein 765 farbenprächtige und geschichtsträchtige Gebäude in der zum UNESCO-Welterbe gekrönten Innenstadt stehen unter Denkmalschutz!

Ein Besuch in den Nationalparks gilt als Lockmaßnahme Nummer fünf. Seit 1978 wartet beispielsweise der Christoffel Nationalpark im Inselnorden darauf, erobert zu werden. Früher waren dies einmal drei Plantagen, die sich zu Füßen des namensgebenden Christoffelberges entlangzogen.

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Der Park lässt sich auf eigene Faust erkunden oder in Gruppen mit einem Führer.

Der hilft dabei, Echsen, Leguane und vielleicht sogar einen der scheuen Curaçao-Hirsche zu entdecken. Oder wie wäre es mit einer Quad-Tour durch das wilde Landesinnere zu den Kakteenwäldern?

Auch die vielfältige Inselküche von Curaçao ist nicht zu verachten

Völlig unbewohnt, überragt nur von einer Leuchtturm-Ruine: Klein Curaçao ist ein Paradies gleichsam für Tauchfreunde und Sonnenhungrige.
Völlig unbewohnt, überragt nur von einer Leuchtturm-Ruine: Klein Curaçao ist ein Paradies gleichsam für Tauchfreunde und Sonnenhungrige.  © Imago Images / /hanohiki

Lockstoff sechs findet sich im Essen der vielfältigen Inselküche. Den Geschmack der berühmten kreolischen Arepa di Pampuna - Kürbispfannkuchen - oder Truk'i Pans frisch aus Street Food Trucks serviert hat man noch zu Hause auf der Zunge.

Bei der Truk’i-Pfanne handelt es sich um Hotdogs gefüllt mit Hühnchen, Rindfleisch oder frischem Fisch - wörtlich übersetzt "Brotwagen". Sie versorgen hungrige Partylöwen auch noch nachts, wenn die Diskos geschlossen haben. Keine Sorge, die Hygiene an den Food Trucks auf Curaçao ist genauso gut wie in jedem Restaurant.

Womit wir auch schon bei Locktrick sieben wären - fantastische Inselbewohner. Man kommt schnell mit ihnen in Kontakt, geht zusammen auf Partys und Strandfeten.

Wenn Freundschaften geschlossen wurden, kommt man später einmal gern zu Freunden in die Karibik zurück.

Zur Auswahl, beste Ferienfreunde zu werden, stehen dabei rund 160.000 Inselbewohner aus mehr als 50 Nationen. Am feierfreudigsten gibt sich Curaçaos Partyvolk übrigens im Februar, wenn auf der Karibikinsel Karneval gefeiert wird. Langweilig? Wird's hier nie!

Und wenn doch, kann man die anderen beiden ABC-Inseln ein paar Seemeilen weiter erkunden: Aruba bietet Aloepflanzen, markante Divi-Divi-Bäume und glitzernde Dünen. Bonaire gilt als ein weiteres Taucherparadies.

Königin-Emma-Brücke verschaukelt Besucher

140 Meter lang und seit 1888 im Schwenkbetrieb: Die einzigartige schwimmende Queen-Emma-Bridge wird salopp auch "Swinging Old Lady" genannt.
140 Meter lang und seit 1888 im Schwenkbetrieb: Die einzigartige schwimmende Queen-Emma-Bridge wird salopp auch "Swinging Old Lady" genannt.  © Imago Images VW Pics

Ist das eine Brücke oder ein langes Schiff? Auf jeden Fall Vorsicht, denn diese Brücke verschaukelt ihre Besucher gern mal!

Wenn man in der Inselhauptstadt vom Stadtteil Punda nach Otrabanda oder umgedreht über die Hafenzufahrt überwechseln will, geht man über die Königin-Emma-Brücke. Das Besondere: Die Pontonbrücke ruht auf vielen kleinen Bötchen. Um Schiffe passieren zu lassen, muss sich die "Queen" aufklappen.

Dabei fährt sie auf ihren Schiffchen einfach zur Seite. Wer sich dabei gerade auf der Emma-Brücke befindet, ist bis zu 45 Minuten lang "gefangen", genießt am besten das Schaukeln bei der Hin- und Herfahrt. K

ein Wunder, dass diese raffinierte Klappbrücke das Wahrzeichen von Willemstad ist.

Beim KLM Marathon am 27. und 28. November 2021 rennen sogar die Athleten über diese schaukelnde Brücke.

Klein Curaçao: Es geht auch noch eine Nummer kleiner

Curaçaos Küsten sind ein Fest für Unterwasserfans: Schnorchler im Korallenriff mit Elchgeweihkorallen.
Curaçaos Küsten sind ein Fest für Unterwasserfans: Schnorchler im Korallenriff mit Elchgeweihkorallen.  © imago images/imagebroker

Eine der besten Startrampen für Unterseeabenteuer ist die kleine Schwester Curaçaos, Klein Curaçao. Während der etwa einstündigen Fahrt mit einem Katamaran oder Segelboot sieht man oft sogar Delfine. Kurs: elf Kilometer Südost.

Dann taucht das nur zwei Quadratkilometer kleine Eiland wie ein flacher, weißer Pinselstrich aus dem Meer auf.

Auf der Mini-Insel gibt es nur einen alten Leuchtturm und ein Restaurant. Der Rest ist Natur pur. Aber man möchte ja sowieso eher zu Korallenriffen und Unterwasserhöhlen abtauchen als in die karge, nur von Kokospalmen und niedrigen Büschen bewachsene Inselwelt eintauchen.

Wer sich im pulverfeinen Sand in der Sonne aalen will, schätzt die wenigen strohgedeckten Hütten unter der strahlenden Tropensonne.

Tipp: Ausflugs- und Taucherboote starten von Spanish Water im Südosten Curaçaos.

KLM fliegt ab Dresden via Amsterdam nach Willemstad

Blue Curaçao wird gern als Longdrink serviert.
Blue Curaçao wird gern als Longdrink serviert.  © imago images/TasiPas

Hinkommen & Übernachten

Die Überseegebiete des Königreichs Niederlande gelten seit 2. Juli nicht mehr als Risikogebiete. KLM fliegt jetzt auch wieder ab Dresden via Amsterdam nach Willemstad. Flugdauer: zehn Stunden, Preis für Hin- und Rückflug: 600 bis 800 Euro.

Weil die Insel außerhalb des Hurrikangürtels liegt, kann man sie auch während der Hurrikansaison zwischen Juli und Oktober besuchen. Im November starten die Karibik-Kreuzfahrten zu den ABC-Inseln.

Fast alle Reiseveranstalter und natürlich Tauchspezialisten wie Nautilus haben Badeurlaub auf der kleinen Karibikinsel im Programm - darunter auch kleinere Unterkünfte wie das Rancho El Sobrino in der Nähe des Fischerdorfs Westpunt für Tauchurlauber.

Inselwährung ist der Antillen-Gulden (ANG), bezahlt wird aber meist in US-Dollar.

Tipp: Bei Anrufen nach Hause die Zeitverschiebung von plus fünf Stunden (zur Sommerzeit sechs) beachten.

Titelfoto: imago images / Alexander Pohl

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