Warteschlangen am Flughafen Düsseldorf: Sicherheitsfirma will besser werden

Düsseldorf - Nach wiederkehrender Kritik an langen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen am Düsseldorfer Flughafen hat das zuständige Unternehmen DSW in einem Schreiben an die Mitarbeiter Probleme eingeräumt.

Am Flughafen Düsseldorf führt Personalmangel zu Problemen.
Am Flughafen Düsseldorf führt Personalmangel zu Problemen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Man habe erkannt, dass "für eine reibungslose und qualitativ hochwertige" Erbringung der Leistungen am Flughafen eine "Umstrukturierung" nötig sei, heißt es nach dpa-Informationen in dem Schreiben.

Die NRZ hatte zuvor darüber berichtet. Der DSW-Mutterkonzern Piepenbrock wollte zu den Vorgängen keine Stellung nehmen.

Man habe bereits ein Restrukturierungsteam zusammengestellt, teilte die zuständige Geschäftsführerin der Belegschaft in dem Schreiben mit.

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Man wolle sich nun ein Bild machen und mit Betriebsrat und Bundespolizei "Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten und umsetzen".

In dem Schreiben bestätigte die Geschäftsleitung zudem, dass man eine bislang zuständige Führungskraft zum 19. Oktober abberufen habe. Darüber hatten mehrere Medien berichtet.

Personalmangel als Problem

Ende September hatte das Sicherheitspersonal am Flughafen für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.

Die Beschäftigten seien unzufrieden, sagte damals ein Verdi-Sprecher. Der Personalmangel am Flughafen führe zu einer hohen Arbeitsbelastung, das wolle man nicht länger hinnehmen.

Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es zahlreiche krankheitsbedingte Kündigungen, Kurzarbeit und zu wenig Personal. Jüngst hatte es vor allem an Wochenenden immer wieder Schlangen und Verzögerungen an den Sicherheitskontrollen gegeben.

Die Gewerkschaft sieht in der jüngsten Entwicklung noch keine ausreichende Antwort auf die Situation am Düsseldorfer Airport.

"Diese Personalentscheidungen lösen selbstverständlich nicht die eigentlichen Probleme am Flughafen Düsseldorf. Dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein!", sagte Gewerkschaftssekretär Özay Tarim.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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