Bischof Bätzing will für die Segnung homosexueller Paare kämpfen an

Frankfurt - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing (60), will sich dafür einsetzen, dass homosexuelle Paare in der katholischen Kirche offiziell gesegnet werden können.

Georg Bätzing (60) will etwas bewegen.
Georg Bätzing (60) will etwas bewegen.  © Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

"Ich möchte, dass wir ihnen den Segen Gottes schenken", sagte Bätzing am Samstag beim Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt.

Er hoffe, dass dies im Rahmen des derzeit laufenden Reformprozesses der katholischen Kirche in Deutschland, dem Synodalen Weg, erreicht werden könne. "Dann würden Menschen von außen merken: Aha, es bewegt sich etwas in der Kirche."

Die Segnungsgottesdienste am vergangenen Sonntag und Montag als Reaktion auf das Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare sehe er kritisch, weil sie etwas Provokatives gehabt hätten.

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Im Übrigen habe sich aber auch er sehr deutlich gegen das Verbot des Vatikans positioniert und dies nach Rom kommuniziert.

Segnungen fänden vielfach schon statt. Der Schritt, um den es jetzt gehe, sei, dass die Segnungen aus dem Geheimen und rein Privaten herauskommen und öffentlich gemacht werden sollten. "Das ist genau die neue Bewegung. Bislang haben wir das nicht, das ist untersagt, und genau da braucht es, glaube ich: Einen Schritt nach vorne", sagte Bätzing.

Zahlreiche katholische verbände protestieren dagegen

Im März hatte die Glaubenskongregation des Vatikans klargestellt, dass es "nicht erlaubt" sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, da solche Verbindungen "nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden" könnten.

Im deutschsprachigen Raum protestierten zahlreiche katholische Verbände und über 280 Theologieprofessoren dagegen. Am vergangenen Sonntag und Montag fanden zudem bundesweit Segnungsgottesdienste auch für homosexuelle Paare statt.

Titelfoto: Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

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