Frauen in der Kirche immer noch außen vor - Katholische Laien fordern Umdenken

München - Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern verlangt eine Stärkung von Frauen in kirchlichen Entscheidungs- und Handlungsprozessen.

In der katholischen Kirche spielen Frauen eine stark untergeordnete Rolle. (Symbolbild)
In der katholischen Kirche spielen Frauen eine stark untergeordnete Rolle. (Symbolbild)  © Ronny Hartmann/dpa

"Es ist theologisch nicht hinreichend begründbar und grob fahrlässig, die Begabungen und Interessen von Frauen nicht besser zu berücksichtigen", erklärten die katholischen Laien am Sonntag nach ihrer Herbstvollversammlung.

"Auch wenn sich innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren positive Entwicklungen feststellen lassen, sind Frauen von einer umfassenden Einbeziehung in Entscheidungsprozesse und einer Beteiligung an Führungsaufgaben bislang noch weit entfernt, von einem Zugang zu den geweihten Ämtern ganz zu schweigen", kritisierte das Landeskomitee. 

Nicht zuletzt Bewegungen wie "Maria 2.0" hätten gezeigt, dass bisherige Fortschritte nicht ausreichten.

Nach wie vor gebe es im kirchlichen Bereich nur wenige Optionen für die Frauen, um an Planungen, Entscheidungen und Handlungen maßgeblich beteiligt zu werden. 

Unterstützung finde der Synodale Weg mit dem Synodalforum "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche" - in der Erwartung, hier eine neue Kultur der Partizipation von Frauen zu fördern. Positiv sei, dass sich in den Führungsetagen mancher bischöflichen Ordinariate in den deutschsprachigen Diözesen zunehmend Frauen fänden.

Bei der Herbstvollversammlung unter dem Motto "Nur weil sie Frauen sind" nahmen die katholischen Laien Bezug auf die Mystikerin und Kirchenlehrerin Teresa von Avila, die schon im 16. Jahrhundert für eine Stärkung der Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft gekämpft hatte.

Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa

Mehr zum Thema Religion:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0