Gegenwind für Kardinal Woelki aus Köln: Idee einer Katholischen Hochschule vom Tisch?

Köln - Kardinal Rainer Maria Woelki (66) stößt mit seinem Projekt einer "Kölner Hochschule für Katholische Theologie" auch auf den Widerstand der Landesrektorenkonferenz Nordrhein-Westfalens (LRK).

Kardinal Rainer Maria Woelki (66) steht wegen seiner Projektidee rund um eine Kölner Hochschule für Katholische Theologie erneut in der Kritik.
Kardinal Rainer Maria Woelki (66) steht wegen seiner Projektidee rund um eine Kölner Hochschule für Katholische Theologie erneut in der Kritik.  © Oliver Berg/dpa

Das Land NRW müsse "Vorkehrungen treffen, dass nicht am Ende die öffentliche Hand und damit alle Steuerzahler einspringen müssen, um den Lehrbetrieb einer kirchlichen Hochschule aufrechtzuerhalten", sagte der LRK-Vorsitzende Lambert T. Koch.

Die von Woelki ins Leben gerufene und bislang aus bischöflichem Sondervermögen finanzierte Hochschule biete "keinerlei Mehrwert".

Im Bereich des Erzbistums Köln gebe es für das Fach katholische Theologie bereits drei etablierte Ausbildungsstätten, sagte Koch, der selbst Rektor der Uni Wuppertal ist: allen voran die hoch angesehene Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn und dann die Bereiche für Lehrerausbildung an den Universitäten Köln und Wuppertal.

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"Die dort vorhandenen Studienplatz-Kapazitäten sind absolut ausreichend, die Lehrangebote vielfältig, hochwertig und nachgefragt", sagte Koch. "Schon aus wirtschaftlicher Vernunft wird man zu dem Schluss gelangen müssen, dass ein weiteres Angebot überflüssig ist und die Kirche sich hier in einer ohnehin angespannten Haushaltslage jährlich Millionen an Kirchensteuermitteln sparen könnte."

Im vergangenen Monat hatte bereits die Universität Bonn gegen die mögliche Verlagerung der Priesterausbildung an die von Woelki geförderte Hochschule protestiert.

Woelki soll die Priesterausbildung in Bonn für zu liberal halten. Kritikern zufolge will er deswegen Priesteramtskandidaten an der "Kölner Hochschule für Katholische Theologie" ausbilden lassen. Woelki selbst bestreitet, dass ihm die Ausbildung in Bonn nicht passt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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