Gendergaga der Gläubigen? Junge Katholiken erwägen Gott* mit Gendersternchen

Berlin - Ein katholischer Verband will Gott künftig möglicherweise mit Gendersternchen schreiben.

Müssen die Gebetstexte der Katholiken bald neu gedruckt werden?
Müssen die Gebetstexte der Katholiken bald neu gedruckt werden?  © dpa | Friso Gentsch

Die Schreibweise wäre dann "Gott*". Eine andere Option, die derzeit diskutiert wird, ist "Gott+", also mit einem Pluszeichen, das aber auch als Kreuz gelesen werden könnte.

All das solle deutlich machen, dass Gott nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne.

"Wir haben noch keine Beschlusslage dazu, aber wir wollen auf jeden Fall etwas ändern", sagte Rebekka Biesenbach, die Geistliche Bundesleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), der Deutschen Presse-Agentur.

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"Die Leitfrage ist: Was können wir tun, um das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild in die Vielfalt zurückzubringen, die es verdient?" In gesprochener Sprache könnte man das Sternchen oder das Plus gegebenenfalls mitsprechen.

"Darüber bilden wir uns derzeit noch ein Urteil." Entscheidungen könnten bei der nächsten Bundeskonferenz Ende März/Anfang April in Odenthal im Bergischen Land fallen.

In der katholischen Kirche gibt es mehrere große Jugendverbände. Die KjG vertritt nach eigenen Angaben etwa 80.000 Mitglieder im Alter von etwa 9 bis 25 Jahren.

Titelfoto: dpa | Friso Gentsch

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