Kindesmissbrauch vertuscht? Erzbischof Heße bietet Papst Amtsverzicht an

Hamburg - Hamburgs Erzbischof Stefan Heße (54) hat dem Papst wegen des Vorwurfs der Pflichtverletzungen bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen seinen Amtsverzicht angeboten.

Erzbischof Stefan Heße (54) hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Erzbischof Stefan Heße (54) hat die Vorwürfe zurückgewiesen.  © Markus Scholz/dpa

"Um Schaden vom Amt des Erzbischofs sowie vom Erzbistum Hamburg abzuwenden, biete ich Papst Franziskus meinen Amtsverzicht an und bitte ihn um die sofortige Entbindung von meinen Aufgaben", sagte Heße am Donnerstag in einer persönlichen Erklärung.

Bereits im November vergangenen Jahres hatte Heße sein Amt als Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ruhen gelassen.

Zuvor war bekannt geworden, dass Heße in einem Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl kritisch beurteilt wurde.

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Der Strafrechtler Björn Gercke hatte dem früheren Personalchef elf Pflichtverletzungen vorgeworfen.

Das Gutachten untersucht den Umgang mit Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln, wo Heße früher Personalchef war. Heße hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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