2,8 Millionen für neue Synagoge: Ministerpräsident überreicht Förderbescheid

Magdeburg - Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) wird am Dienstag (15 Uhr) einen Förderbescheid für den Neubau einer Synagoge in Magdeburg überreichen.

In Magdeburg soll eine neue Synagoge gebaut werden. Die alte Synagoge wurde am 9. November 1938 durch Nationalsozialisten zerstört - eine Gedenktafel erinnert an das Gotteshaus.
In Magdeburg soll eine neue Synagoge gebaut werden. Die alte Synagoge wurde am 9. November 1938 durch Nationalsozialisten zerstört - eine Gedenktafel erinnert an das Gotteshaus.  © Jens Wolf/ZB

Das Land gewähre einen Zuschuss in Höhe von 2,8 Millionen Euro, teilte die Staatskanzlei mit.

Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich voraussichtlich auf 3,4 Millionen Euro.

Das neue Gotteshaus soll nach Angaben der Staatskanzlei ganz in der Nähe der alten Synagoge errichtet werden.

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Diese war 1851 vollendet und 1897 auf 1300 Besucherplätze erweitert worden.

1938 fiel sie der Pogromnacht zum Opfer.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) wird einen Förderbescheid für den Synagogen-Neubau überreichen.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) wird einen Förderbescheid für den Synagogen-Neubau überreichen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Übergabe des Förderbescheides wird online übertragen.

UPDATE, 16.23 Uhr: Fördermittelbescheid für Synagogen-Neubau übergeben

Der Neubau der Synagoge in Magdeburg ist nach Auffassung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff ein "Symbol des Neuanfangs". Das erklärte der CDU-Politiker am Dienstag anlässlich der Übergabe des Förderbescheides an die Gemeinde.

"Die jüdische Gemeinschaft erhält ein modernes Gotteshaus, das sie für ihre weitere Entwicklung dringend benötigt", fügte er hinzu.

Dies gelte zugleich für die Stadt und die gesamte Bürgergesellschaft. Es müsse an die Vergangenheit erinnert und zugleich die Zukunft so gestaltet werden, dass "Frieden, Menschlichkeit und Freiheit sie bestimmen".

Die neue Synagoge soll im kommenden Jahr fertigstellt werden.

Titelfoto: Montage: Jens Wolf/ZB; Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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