Aus ganz Europa und der Welt: Rabbinertreffen mit prominenten Gästen in München

München - Rabbiner aus Europa, den USA und aus Israel treffen sich ab Montag zu einer dreitägigen Versammlung in München.

Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt (r. 58), spricht neben Rabbiner Avichai Apel. Beide werden bei der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) erwartet, die am Montag in München beginnt.
Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt (r. 58), spricht neben Rabbiner Avichai Apel. Beide werden bei der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) erwartet, die am Montag in München beginnt.  © picture alliance / dpa

Auf Einladung der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) werden rund 400 Teilnehmer erwartet - neben hochrangigen Religionsvertretern auch Politiker wie Österreichs Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (66), der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein (54), und EU-Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas (59).

Der CER-Präsident und Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (58) wird das Treffen am Nachmittag (16 Uhr) gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) eröffnen.

Abends lädt der Freistaat zu einem Gala-Diner, bei dem Charlotte Knobloch (89) für ihr Lebenswerk geehrt werden soll.

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Die 89-Jährige ist Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und stand von 2006 bis 2010 an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Zuvor erhält die EU-Antisemitismus-Beauftragte Katharina von Schnurbein (49) den Rabbi Moshe Rosen Preis.

Herausforderungen für die jüdische Gemeinde

Die Konferenz steht unter dem Motto "Rabbinische Führung in Zeiten von Pandemie und Krieg - Der Dienst an Gott und der Gemeinschaft in einer neuen Realität".

Die Rabbiner wollen unter anderem über einen Ethikkodex beraten und Herausforderungen wie die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine besprechen. Weitere Themen sollen die Wahrung der Religionsfreiheit, die Bekämpfung von Antisemitismus und die künftige Gestaltung des Gemeindelebens sein.

Der Mittwoch steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Zum Abschluss der Konferenz ist eine Gedenkstunde auf dem Gelände des ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagers in Dachau geplant, zu der auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (65, CSU) erwartet wird.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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