Polizei verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Hannover - Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (61, SPD) hat den jüdischen Einrichtungen im Land angesichts der Gewalteskalation in Israel und den Palästinensergebieten größtmöglichen Schutz zugesichert.

Die Polizei hat jüdische Einrichtungen wie hier die Synagoge in Hannover verstärkt im Blick. (Archivbild)
Die Polizei hat jüdische Einrichtungen wie hier die Synagoge in Hannover verstärkt im Blick. (Archivbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Polizei und Sicherheitsbehörden seien zu höchster Wachsamkeit aufgerufen, sagte der Politiker am Mittwoch.

"Sie werden verstärkt jüdische Einrichtungen im Blick haben und deren Schutz bestmöglich garantieren", erklärte Pistorius.

"Sollte es zu Übergriffen kommen, werden wir diese mit aller Konsequenz verfolgen. Antisemitismus hat in Niedersachsen keinen Platz. Wer die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten missbraucht, um zu Gewalt gegen Jüdinnen und Juden oder gegen jüdische Einrichtungen aufzurufen, wird die vollen rechtsstaatlichen Konsequenzen zu spüren bekommen."

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Pistorius verwies darauf, dass die Auswirkungen des sich erneut zuspitzenden Nahostkonflikts bereits in Deutschland angekommen seien.

So seien in Bonn und Münster im Nachbarland Nordrhein-Westfalen vor zwei Synagogen israelische Flaggen angezündet worden.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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