Kardinal Woelki befürwortet Segnungs-Verbot für homosexuelle Paare!

Köln - Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (64) schließt sich dem umstrittenen Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare an.

Wie das Erzbistum am Dienstag in Köln mitteilte, schließt sich Kardinal Rainer Maria Woelki (64) dem umstrittenen Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare an.
Wie das Erzbistum am Dienstag in Köln mitteilte, schließt sich Kardinal Rainer Maria Woelki (64) dem umstrittenen Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare an.  © Oliver Berg/dpa-Pool/dpa

Woelki sehe in der Haltung des Vatikans "eine Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses", wie das Erzbistum Köln dem Bonner General-Anzeiger am Dienstag mitteilte.

Die römische Glaubenskongregation hatte Mitte März klargestellt, dass die Kirche nicht befugt sei, homosexuelle Paare zu segnen. Unzulässig sei jede Segnungsform, die eine homosexuelle Partnerschaft anerkenne. Die Entscheidung wurde heftig kritisiert, unter anderem hatten sich zahlreiche katholische Gremien und Verbände dagegen gewandt.

Woelki sagte weiter, er werde sich "weiterhin dafür einsetzen, dass wir Menschen einander - gleich welcher sexuellen Orientierung auch immer - mit Respekt, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung begegnen."

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Es bleibe "für uns die Aufgabe, die mit der kirchlichen Beheimatung und Seelsorge für Menschen mit gleichgeschlechtlicher Neigung verbundenen Fragen weiterzuführen."

Die Regenbogenflagge gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz und ist damit zum Symbol der LGBTQ-Bewegung (Lesben, Schwulen, Bisexuelle, Transgender und queere Personen) geworden.
Die Regenbogenflagge gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz und ist damit zum Symbol der LGBTQ-Bewegung (Lesben, Schwulen, Bisexuelle, Transgender und queere Personen) geworden.  © Wolfgang Kumm/dpa

Von Woelki in Auftrag gegebenes Missbrauchsgutachten wurde jüngst vorgestellt

Erst wenige Tage zuvor hatten Juristen ein von Woelki in Auftrag gegebenes Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen vorgestellt. Mehreren Verantwortungsträgern des Erzbistums warfen die Gutachter Pflichtverletzungen vor.

Woelki selbst wurde nicht belastet, räumte jedoch eigene Fehler im Umgang mit mutmaßlichen Missbrauchstätern ein.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa, Oliver Berg/dpa-Pool/dpa (Bildmontage)

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