Kardinal Woelki "sehr gut in Rom vernetzt": Schützt der Papst ihn?

Köln – Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat Papst Franziskus (84) zum schnellen Handeln im Erzbistum Köln aufgefordert.

Kardinal Rainer Maria Woelki (64) soll sehr gut in Rom vernetzt sein. Papst Franziskus (84) soll über sein Schicksal im Erzbistum Köln entscheiden. (Fotomontage)
Kardinal Rainer Maria Woelki (64) soll sehr gut in Rom vernetzt sein. Papst Franziskus (84) soll über sein Schicksal im Erzbistum Köln entscheiden. (Fotomontage)  © Montage: Oliver Berg/dpa-Pool/dpa, Riccardo De Luca/AP/dpa

Die "tiefe Verunsicherung" im größten deutschen Bistum und in der katholischen Kirche in Deutschland insgesamt müsse beendet werden, forderte die Reformbewegung am Donnerstag.

Es sei "nicht mehr vorstellbar", dass Kardinal Rainer Maria Woelki (64) "angesichts des großen Vertrauensverlustes" noch weiter im Amt bleibe. Allerdings müsse man befürchten, dass Woelki "nach wie vor sehr gut in Rom vernetzt" sei und sich von daher geschützt sehe.

Auch bezüglich der beurlaubten Bischöfe Stefan Heße (55), Dominikus Schwaderlapp (54) und Ansgar Puff (65) sei eine schnelle Entscheidung erforderlich, so "Wir sind Kirche".

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Diese Bischöfe waren im März in einem von Woelki in Auftrag gegebenen Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs belastet worden.

Papst Franziskus liegt seit etwa zwei Wochen ein Untersuchungsbericht zum Zustand des Erzbistums Köln vor. Diesen Bericht haben zwei Bevollmächtigte von ihm verfasst, der Stockholmer Kardinal Anders Arborelius (71) und der Rotterdamer Bischof Hans van den Hende (57). Sie hatten das Erzbistum im Juni als Apostolische Visitatoren besucht.

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